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Auch wenn das neue Jahr schon eine Weile angelaufen ist, möchten wir noch mal einen Blick zurück werfen, was sich 2012 alles in unserem Netzwerk "Verrückt? Na und!" getan hat und schauen, was uns 2013 erwartet.  ###MORE###

 

Rückblick

Im letzten Jahr konnten wir 5 neue Gruppen in unserem Netzwerk begrüßen, und zwar die Teams Münster, Plauen/Vogtlandkreis, Jena, Wetterau und Saale-Holzland-Kreis. Somit gab es insgesamt  41 Schulprojektteams in 11 Bundesländern. Davon waren 35 Gruppen aktiv. Insgesamt waren rund 160 Moderatoren und 170 "Experten in eigener Sache" im Einsatz und es haben sich im Netzwerk etwa 420 Menschen für das Schulprojekt engagiert. Die Teams haben 380 Schulprojekte durchgeführt,  das sind 80 mehr als 2011. Auch die Anzahl der Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen konnte im Vergleich zu 2011 erhöht werden:  So fanden 2011 etwa 80 solcher Veranstaltungen statt, 2012 waren es rund 140. Mit den durchgeführten Schulprojekten, Weiterbildungen und Infoveranstaltungen wurden ca. 12.500 Schüler, 1.200 Lehrer und  250 Schulen erreicht.  

 

In den Schulprojekten spielten v.a. Themen wie  Essstörungen, Selbstverletzendes Verhalten, Drogen, Computerspielsucht, Depressionen, psychisch erkrankte Eltern, ADHS, Probleme mit Eltern und Lehrern, Mobbing, Klassenklima, Leistungsdruck und Stressbewältigung und Ausgrenzung/Migration eine Rolle.  

 

Die von den Regionalgruppen am häufigsten genutzten Materialien waren die Info-Pocket-Guides und die Krisen-Ausweg-Weiser. Außerdem genutzt wurden die DVD "...und Du so?", die Ausstellung "Wie geht's?", die Buttons und die Schulprojektflyer.

Apropos Materialien, wir haben im letzten Jahr unser Angebot erweitert mit unserer Grußkarte an die Seele: "Positiv Steps for Mental Health", die sich sehr gut zum Versenden, aber auch an jeder Pinnwand macht und  zwei  neuen schicken T-Shirts, mit denen man sich zum Glückspilz oder Mutmacherbekennen kann.

 

Höhepunkt 2012 war die Auftaktveranstaltung für die landesweite Verbreitung von "Verrückt? Na und! Seelisch fit in Schule und Ausbildung" in NRW unter der Schirmherrschaft von NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens. Außerdem haben wir das "Wirkt-Siegel" von PHINEO im Themenfeld Depression erhalten, worauf wir besonders stolz sind.

 

Ausblick

Was wir durch die Auswertung der Jahresberichte der Teams und in zahlreichen Telefonaten erfahren haben: Das größte Problem, was den Regionalgruppen zu schaffen macht, ist die Finanzierung. Daher ist es Ziel der meisten Gruppen, für 2013 neue Sponsoren (Krankenkassen, Unternehmen etc.) zu finden und Spenden einzuwerben. Zudem sollen neue Moderatoren und "Experten in eigener Sache" gewonnen, das Schulprojekt weiter ausgebaut bzw. gefestigt und die Öffentlichkeitsarbeit erhöht werden.  

 

Außerdem soll ein weiterer Ausbau unseres Angebots in den Bundesländern NRW, Baden-Württemberg, Thüringen, Hessen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Bayern erfolgen.  Dafür wollen wir die Sozial- und Kultusministerien, Stiftungen, Kranken- und Unfallkassen als Paten, Fürsprecher und Unterstützer gewinnen.  Geplant ist ferner die Weiterentwicklung des Ansatzes von "Verrückt? Na und!" für den Bereich Studium und Unternehmen. Ebenso wollen wir die Kooperation mit dem Freistaat Sachsen im Projekt "Schulcoaches" vertiefen. Der erste offizielle Ausbildungslehrgang für Schulcoaches beginnt 2014.

Letzte Woche war eine Menge los bei uns: Am Donnerstag war ich zusammen mit meiner Kollegin Cora auf dem 14. International Congress of the IFPE (International Federation of Psychiatric Epidemiology) zum Thema: "Der Nutzen psychiatrischer Epidemiologie zur Verbesserung der seelischen Gesundheit in der Bevölkerung." ###MORE### Diskutiert wurden Fragen, wie: Was macht uns psychisch krank? Was hält uns gesund? Welche Risikofaktoren, wie zunehmende Arbeitsbelastungen, fördern psychische Erkrankungen? Inwieweit eröffnen internetgestützte Angebote neue Versorgungswege? Wie stark werden psychisch Erkrankte gesellschaftlich stigmatisiert und mit welchen Auswirkungen? Der Kongress umfasste vier Tage und es gab rund 500 Teilnehmer aus Europa, Nordamerika, Brasilien, Israel, Taiwan und Australien.

 

Wir haben einige spannende Vorträge besucht zum Thema psychische Gesundheit/psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen - alles auf Englisch natürlich. Und apropos Englisch – unsere Fremdsprachenkenntnisse konnten wir auch im direkten Gespräch mal wieder auffrischen. An unserem Irrsinnig-Menschlich-Infostand informierten wir über unsere Arbeit und Materialien. Es gab viele Interessierte, auch aus dem internationalem Raum.

 

Nach diesem spannenden Tag ging es am Freitag weiter ins Humboldt-Gymnasium. Wie auch im letzten Jahr fand hier für die 8. Klassen ein Projekttag statt. Die Schüler konnten zwischen verschiedenen Themen wählen, wie Essstörungen, Rassismus oder Finanzen. Das Interesse für das Thema Essstörungen war groß. Rund 30 Schüler hatten sich dafür entschieden, die in 2 Gruppen eingeteilt wurden. Im direkten Gespräch wurde mir immer wieder deutlich, wie präsent das Thema bei den Schülern ist und wie viele Fragen dazu offen sind. Es zeigte sich auch, dass Essstörungen kein reines Mädchenthema sind, denn auch einige Jungs waren dieses Jahr mit dabei, die sich sehr aktiv beteiligten.

 

Nach der Gesprächsrunde hatten die Schüler die Aufgabe, einen Nothilfekoffer zu packen. Hier sollte alles rein, was ihnen gut tut und hilft, wenn es ihnen schlecht geht. In einer abschließenden Aufgabe sollte jeder für sich aufschreiben, was er an sich mag. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich mit dieser Aufgabe viele schwer tun, lange überlegen müssen und mich fragen: "Und was ist, wenn mir nichts Positives einfällt?" Bisher hatte am Ende aber doch jeder etwas auf seinem Zettel stehen. Das Ganze zeigt, wie wenig wir uns über die positiven Dinge an uns Gedanken machen bzw. wie wenig uns diese bewusst sind. Deshalb finde ich diese Übung am Ende immer sehr schön und wichtig.

Somit liegt eine ereignisreiche Woche hinter uns und auch diese Woche steht wieder einiges an: Heute Abend findet ab 18 Uhr das Dialogforum "Depressionen an der Uni?! Erkennen! Verstehen! Enttabuisieren!" im GWZ in Leipzig statt, das wir zusammen mit dem Dialogforum Depression, dem Leipziger Bündnis gegen Depression, dem StuRa der Uni Leipzig und dem Wege e.V. organisiert haben. Hierzu wird es einen Vortrag, eine Podiumsdiskussion, eine Lesung von Sebastian Schlösser ("Lieber Matz, Dein Papa hat ‘ne Meise") und einige Infostände geben.
Wir werden außerdem kommenden Samstag bei der Fachtagung "Erfolgreich lernen im Berufsvorbereitungsjahr" in Leipzig mit dabei sein und an einem Infostand über unsere Arbeit informieren.

Gestern veranstalteten wir im GWZ gemeinsam mit dem Dialogforum Depression, dem Leipziger Bündnis gegen Depression, dem StuRa der Uni Leipzig und dem Wege e.V. das Dialogforum "Depressionen an der Uni?! Erkennen, Verstehen, Enttabuisieren".  ###MORE###

 

18 Uhr ging’s los und der Raum war bis zum Beginn der Veranstaltung gut gefüllt mit etwa 80 Teilnehmern. Gefreut hat uns, dass darunter auch viele  Studenten waren.


Frau Dr. Rummel-Kluge, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie an der Uniklinik Leipzig, eröffnete den Abend mit einem Einführungsvortrag. Sie klärte über Ursachen von Depressionen auf, wie sich Depressionen äußern, welche Formen es gibt und wie sie sich behandeln lassen.

 

Danach las Sebastian Schlösser aus seinem Buch "Lieber Matz, Dein Papa hat 'ne Meise" vor, in dem er Briefe veröffentlicht hat, die er seinem achtjährigen Sohn aus seiner Zeit aus der Psychiatrie geschickt hat. In seinen Briefen versucht er zu erklären, was mit Menschen passiert, die in eine "Irrenanstalt" eingeliefert werden, was es bedeutet, psychisch krank zu sein und wie schwierig es ist, seine "Meise" zu bezwingen.
Der überaus sympathische Sebastian Schlösser las eine Textpassage vor, in der er seine manische Phase schildert. Er hat es geschafft, dieses schwierige Thema locker-humorvoll, aber dennoch mit der nötigen Ernsthaftigkeit zu verpacken. So habe ich während der Lesung viel gelacht und gleichzeitig berührte mich der Text und stimmte mich ernst und nachdenklich. Neugierig geworden von der Lesung habe ich mir im Anschluss gleich ein Exemplar des Buches gesichert und freue mich nun aufs Lesen.

 

Nach der Lesung fand eine Podiumsdiskussion statt, an der unsere Geschäftsführerin Manuela Richter-Werling, Monika Schöpe vom Wege e.V., Dr. Christine Rummel-Kluge, Sebastian Schlösser und Anne Schettler vom Leipziger Bündnis gegen Depression teilnahmen.


Im Anschluss konnten die Teilnehmer die einzelnen Infostände besuchen– wir von Irrsinnig Menschlich waren natürlich auch mit dabei. Es ergaben sich viele nette und interessante Gespräche. Alles in allem: Ein schöner und spannender Abend!

 


Vor der Lesung: Unsere Kollegin Cora mit dem Autor
Sebastian Schlösser, der sich gleich unseren Mut-Macher-
Button ansteckte.

Stefania hat unser Team in den letzten 4 Wochen fleißig als Praktikantin unterstützt. Sie studiert Philosophy and Economics an der Uni Bayreuth im 4. Semester. Im Blog schreibt sie, was sie in den letzten Wochen bei Irrsinnig Menschlich erlebt hat und wie sehr ihr Leipzig ans Herz gewachsen ist:

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"Als ich bei Irrsinnig Menschlich vor 4 Wochen angefangen habe, war mir die große Bedeutung von psychischer Gesundheit in Schule, Ausbildung und Studium noch wenig bewusst. Gleich am ersten Tag habe ich zu recherchieren begonnen, mir Artikel durchgelesen und Studien durchgearbeitet. Meine Aufgabe war insbesondere das Thema psychische Gesundheit an der deutschen Hochschule - der Umfang der Problematik, welche Projekte es gibt und die allgemeinen Angebote der Universitäten und Studentenwerke, beziehungsweise das Formulieren des Konzepts 'Seelisch fit durchs Studium'. Mittlerweile bin ich nicht nur höchst interessiert an der Thematik, sondern auch fasziniert von der Arbeit, die Irrsinnig Menschlich macht. Ich habe wahnsinnig viel dazugelernt und möchte mich auch in der Zukunft in diesem Bereich engagieren.

 

Auch habe ich mich in Leipzig verliebt... das Wetter war zwar eher ungemütlich, aber ich konnte trotzdem die verschiedenen Einblicke und Sehenswürdigkeiten genießen. Dazu gehörten das Völkerschlachtdenkmal, die Motetten in der Thomaskirche und der erstaunliche Ausblick vom Panorama Tower und dem Fockeberg, sowie viele kleine Locations, die mir Leipziger Studenten gezeigt haben. Mich hat das Gleichgewicht von geschichtlicher Geladenheit und alternativer Moderne sehr überrascht und beeindruckt. Ich werde auch die verschiedenen verrückten Angebote Leipzigs sehr vermissen. Auf jeden Fall war für mich die Praktikumszeit sehr bereichernd, belehrend und belebend. Ich möchte hiermit nochmals dem Team von Irrsinnig Menschlich dafür danken, dass sie mich so herzlich aufgenommen und auch so feierlich verabschiedet haben. Es war wirklich eine Freude, für Irrsinnig Menschlich zu arbeiten und von Euch zu lernen."

 

Liebe Stefania, wir danken Dir für Deine Unterstützung und freuen uns, dass es Dir bei uns so gut gefallen hat!

 

 

28.08.2010
15:54

Wenn der Businessman den Teddy vergisst

Kaum zu glauben: Jeder vierte Geschäftsreisende in Großbritannien hat auf Reisen immer sein Stofftier dabei. Die Hotelkette Travelodge hat einem Bericht der Zeitung "Telegraph" zufolge 6000 erwachsene Briten befragt. Für viele von ihnen löst das Schlafen mit einem Stofftier - das der Umfrage zufolge im Durchschnitt 27 Jahre alt ist - behagliche und beruhigende Gefühle aus und ist somit ideal geeignet, den Tag zu beenden.

 

Ein Sprecher von Travelodge teilte dem Blatt zufolge mit, dass es Mitarbeitern der Hotelgruppe in der Vergangenheit in mindestens 75 000 Fällen gelungen sei, in Hotelzimmern vergessene Teddybären und ihre Besitzer wieder glücklich zu vereinen.

 

Dabei habe sich gezeigt, dass sich auch viele verunsicherte Erwachsene nach dem Verbleib ihrer Stofftiere erkundigt hätten. "Das Hätscheln von Teddybären ist ein wichtiger Teil unserer nationalen Psyche", zitiert der "Telegraph" die Psychologin Corinne Sweet. "Der Bär ruft ein Gefühl von Frieden, Sicherheit und Behaglichkeit hervor und es liegt in der menschlichen Natur, dieses Gefühl aus der Kindheit auch als Erwachsener unbedingt zu erhalten."

 

Und wie ist das hierzulande? Haben Geschäftsmänner in Deutschland auch heimliche Rituale, mit denen sie in der Öffentlichkeit sicherlich besser punkten würden? Aber viele deutsche Männer meiden ja Gefühle zu zeigen und werden sicherlich den Teddy tief in der Aktentasche verbergen.

Norbert Göller(goeller@verrueckt-na-und.de)weiterleitenPermalinkTrackback-Link
Tags: teddy, nationale psyche, sicherheit
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Eine Liebeserklärung im Persischen heißt übersetzt: „Ich möchte für dich geopfert und gelyncht werden.“ Den meisten von uns aus dem mitteleuropäischen Raum läuft bei diesen Worten ein leichter Schauer über den Rücken. ###MORE###Persische Frauen hingegen, die mehrfach am Tag von zahlreichen Familienmitgliedern diese liebevollen Worte hören, sind wohl schwer mit einem schnöden „Ich liebe dich“ zu beeindrucken. So anders wie die Sprache, ist der Umgang mit Krankheiten und psychischen Krisen in verschiedenen Kulturen

 

Frau Dr. Solmaz Golsabahi-Broclawski hat zu unserem Netzwerktreffen als Expertin zu Jugendlichen mit Migrationshintergrund gesprochen. Viele bewegt dieses Thema im Schulprojekt. Mit viel Witz und Klugheit hat die Vorsitzende des Dachverbands der transkulturellen Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik die Verständigungshürden zwischen den Kulturen beschrieben und uns nach dem gemeinsamen Tagesausklang in einer Ruhrpottkneipe am Vorabend wieder munter gemacht. Mich hat vor allem ihre einfache Aussage beeindruckt: Gelingende Migration? Eigentlich müssen wir nur neugierig aufeinander sein, nachfragen, uns kennen lernen wollen und aufeinander achten.

 


Nichts anderes machen wir im Schulprojekt. Und wie erfolgreich wir das tun, hat unser 4. bundesweites Netzwerktreffen in Gelsenkirchen gezeigt. Wir wachsen immer weiter, immer neue Ideen kommen hinzu, immer mehr Aktionen für Lehrerinnen, ganze Kollegien und Schulen. Und auch wenn es große Aufgaben gibt - wie die Finanzierung - treibt uns eines alle an und hält uns bei der Stange. Das sind die vielen Schülerinnen und Schüler, die sagen, ihr müsste unbedingt weitermachen mit eurer wichtigen Arbeit. Trotz weiter Anreise und viel Vorbereitung hat das Netzwerktreffen für mich immer etwas von „Tankstelle“. Danke an Euch alle für diese tollen Tage, für Eure Arbeit in den Schulen, an unsere Gastgeber in Gelsenkirchen und wir wünschen uns viel Spirit und Energie bis ins nächste Jahr.

Wollt Ihr hören, wie gut das Team von Irrsinnig Menschlich e.V. singen kann? Dann unterstützt uns mit einer Spende für unser Schulprojekt "Verrückt? Na und!". ###MORE### Bei uns geht's gleich im Januar wieder los mit 30 Schulprojekten. Wir möchten den 30 Schulklassen unsere Krisen-Ausweg-Weiser in die Hand geben, damit sie wissen, wo es in ihrem Wohnort Hilfe gibt. Bei 25 Euro pro Klassensatz brauchen wir 750 Euro! Bekommen wir diese zusammen, singen wir für Euch das Weihnachtslied "O Tannebaum".

 

Die Aktion wurde übrigens von betterplace.org ins Leben gerufen. Die Idee dahinter: Viele soziale Projekte machen tolle Arbeit, haben aber keine Stimme, um auf sich aufmerksam zu machen. Daher leihen Bloggerinnen und Blogger in der Vorweihnachtszeit je einem Lieblingsprojekt auf betterplace.org ihre Stimme. Dabei setzt sich jeder ein bestimmtes Spendeziel. Wird dieses erreicht, wird gesungen! Übrigens werden am Ende alle Stimmen virtuell zu einem Chor vereint, ihr dürft also gespannt sein!

 

Wir danken sehr für Eure Spenden! Und ölen derweil schon mal unsere Kehlen... ;-)

 

Hier geht's zu unserem Spendenaufruf und zur laufenden Aktion: www.betterplace.org/de/groups/verruecktnaund www.betterplace.org/de/portals/blogchor

2013 hat begonnen und während ich überlegte, was sich alles zum Start ins neue Jahr sagen lässt, bin ich auf folgenden wunderbaren Text gestoßen, den ich Euch mit auf den Weg geben möchte, geschrieben übrigens von Philipp S. Holstein, dem Autor des Buches "Glücklich werden ohne Ratgeber. Ein Ratgeber".###MORE###

 

"Herzlich willkommen in 2013! Dieses Jahr hat mindestens 1000 verschiedene Fettnäpfchen für Sie vorbereitet, 1000 verschiedene Wände, gegen die man laufen kann, 1000 große und kleine Niederlagen, also mindestens 3000 Möglichkeiten, etwas Neues zu entdecken, sich auszuprobieren, neue Wege einzuschlagen und lachend zurückzuschauen. Vermeiden Sie doch einfach die 'Fehler und Niederlagen' des letzten Jahres und suchen Sie sich neue aus! Das wird spannend! Und vergessen Sie nicht, was Pearl S. Buck geschrieben hat: 'Viele Menschen versäumen das kleine Glück, während sie auf das Große warten!' ....das neue Jahr hat nämlich auch mindestens 3000 'kleine Glücks' versteckt. Nehmen Sie von beidem die Hälfte mit, wird es ein ausgewogenes Jahr. Aber man kann ja auch einfach die Augen offenhalten und statt des 'Fettnäpfchensuchgerätes' den 'Glücksalarm' einpacken... Sie werden sich wundern, wo sich das 'kleine Glück' überall versteckt. Viel Spaß beim Suchen und Finden."

 

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein frohes neues Jahr mit vielen kleinen und großen Glücks! Und nicht vergessen: 'Glücksalarm' einschalten! :-)

Am Montag waren wir in Meißen zur Weiterbildung von Beratungslehrern aus Grundschulen, Mittelschulen, Gymnasien, Förderschulen und Berufsschulen. Es ging um psychische und psychosomatische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Ein weites Feld für einen Tag!###MORE###

 

Die Lehrer hatten viele Fragen an uns: Wie erkennen wir, wenn Schüler psychische Krisen haben, was sind die Frühwarnzeichen? Was können wir tun? Wer kann helfen? Was können wir als Schule und Klasse tun, um unseren Schatz der seelischen Gesundheit zu hegen und zu pflegen? Gute Beziehungen zueinander sind am wichtigsten, damit wir gut leben und lernen können. Viele Lehrer fragten, wie sie selbst mit Belastungen umgehen und die eigene seelische Gesundheit schützen können.

 

Und das Fazit vom Tag? Eine Lehrerin hat es auf den Punkt getroffen: Pass auf dich auf! Es ist wie bei der Ersten Hilfe im Flugzeug: Erst muss man selbst die Sauerstoffmaske aufziehen, dann dem Kind neben sich. Und so ist es auch mit der Psychohygiene, das wurde allen schnell klar am Montag. Ein seelisch gesunder Lehrer kann auch gut für seine Schüler da sein!

Jeder, der mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, kennt auch solche, die besonders sind. Aber: Wer definiert eigentlich, was das Besondere, das Andere, das Auffällige ist? Stecken hinter auffälligem Verhalten Botschaften an die Bezugspersonen? Wie kann Singen und therapeutische Arbeit an der Stimme mit Kinder und Jugendlichen helfen, Menschen zu integrieren oder sie sogar in einer Gemeinschaft zu inkludieren?###MORE###

 

Um diese Fragen drehte sich am Wochenende das "11. Leipziger Symposium zur Kinder- und Jugendstimme" zum Thema "Außer-gewöhnlich? Wege im Umgang mit dem Besonderen". Vorträge, Workshops und eine Podiumsdiskussion sollten Anregungen geben, die eigene Haltung zum Umgang mit besonderen Kindern und Jugendlichen in der täglichen Arbeit zu bedenken.

 

Auch wir, von Irrsinnig Menschlich, waren am Samstag mit einem Stand dabei. Es kamen viele Menschen auf uns zu: Pädagogen, Therapeuten, Logopäden. Wir haben nette und interessante Gespräche geführt, viele Fragen zum Schulprojekt beantwortet, fleißig unsere Materialien verteilt und viel positive Resonanz für unsere Arbeit erhalten.

Habt Ihr den Winter satt und wartet auch so sehnsüchtig auf den Frühling? Und so manch einer vielleicht auch auf die sich einstellenden Frühlingsgefühle? Diese sind übrigens keine Einbildung, sondern gibt es wirklich. Aber wie kommen sie zustande?###MORE###

 

Wenn im Frühling die Natur erwacht, dann erwacht auch der Mensch, denn er ist Teil der Natur. Die Tage werden immer länger, die Sonne scheint mehr, die Vögel zwitschern, die Luft riecht anders. All das führt dazu, dass wir uns aktiver und wohler fühlen.

 

Die für unsere Frühlingsgefühle verantwortlichen Hormone sind Melatonin und Serotonin. Melatonin ist unser Schlafhormon, das dafür sorgt, dass wir müde werden, wenn es dunkel ist. Laut einer Studie haben wir übrigens im Winter 80 Prozent mehr davon im Körper als im Sommer. Serotonin dagegen wird vermehrt im Frühling und Sommer ausgeschüttet, es ist unser Glückshormon.

 

Es ist übrigens ein Leichtes, sich auch in anderen Jahreszeiten Frühlingsgefühle zu verschaffen, indem man zum Beispiel in die Sonne fliegt. Allerdings greifen wir damit in unseren Grundbiorhythmus ein und wer ständig im Süden ist, kann die Frühlingsgefühle bei uns gar nicht mehr so richtig genießen.

 

Also heißt es jetzt weiter warten und ein bisschen Geduld haben, bis wir unser Gesicht in die Sonne halten und Frühlingsdüfte einatmen können. Und wie schon Hermann Hesse so schön sagte: "Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne."

(Quelle:http://www.ard.de/mensch-alltag/-/id=918676/nid=918676/did=1396700/udnyl4/index.html)

 

Wer von Euch gestern in der Leipziger Innenstadt unterwegs war, hat vielleicht unser Team getroffen und sich seinen free hug zum Welttag der seelischen Gesundheit abgeholt.

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Nachdem die Anfangsnervosität überwunden war, kamen wir aus dem Grinsen nicht mehr heraus. Denn Umarmungen sind nicht nur gratis, sie sind auch gut für dem Umarmer genau wie den Umarmten. Sie zaubern ein Lächeln auf jedes Gesicht, bauen Stress ab und setzen Glückshormone frei.

 

Leider liest man den Begriff "Gesundheit" eigentlich nur noch in Zusammenhang mit "Einsparungen" und fragt sich, wann diese Beiden beste Freunde geworden sind. Dabei gibt es eine ganze Menge was man tun kann um die seelische Gesundheit zu stärken ohne viel auszugeben: Zum Beispiel sich Menschen suchen, die einem gut tun und sie einfach mal zu umarmen. Neugierigen auf unsere Aktion sei unsere Fotostrecke auf Facebook empfohlen.

http://de-de.facebook.com/VerruecktNaUnd

Seit Monaten haben wir an unserer neuen Internetpräsenz für Irrsinnig Menschlich gebastelt. Wir haben ein neues Layout entworfen, ein Fotoshooting organisiert, Texte geschrieben, über Inhalte und Design diskutiert, uns die Köpfe zerbrochen und uns mehr als ein Mal die Haare gerauft. Aber nun können wir Euch stolz und freudig verkünden, dass unsere neue Website ab sofort online ist!

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Ziel der neuen Website ist es, verstärkt Unternehmen anzusprechen, die die Stärkung der seelischen Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden fördern wollen. Dazu gehören Verbände, Vereine, staatliche und private Einrichtungen, Ministerien, Kommunen, Stiftungen, Förderer, Unterstützer, Schulen, Bildungseinrichtungen, Universitäten und wirtschaftliche Unternehmen.

 

Uns war es wichtig, fühlbarer zu machen, wer wir sind, was wir tun und was wir bieten, also das menschliche Gesicht von Irrsinnig Menschlich zu zeigen und damit die Anonymität des Internets zu durchbrechen. Dies untermauert auch unseren Namen: Irrsinnig Menschlich. Im Kontrast zu dieser Subjektivität steht aber auch unser professionelles Angebot.

 

Mit der neuen Website wollen wir außerdem stärker an die Öffentlichkeit treten, unsere Bekanntheit erhöhen sowie verstärkt auf unsere zukunftsweisenden Angebote aufmerksam machen.

 

Klickt doch mal drauf und schaut Euch um: www.irrsinnig-menschlich.de

Die Asklepios-Klinik in Stadtroda hat die Initiative ergriffen. Heute und Dienstag "schwitzen" Moderatoren und Experten in eigener Sache im Workshop. Und Mittwoch geht´s in die Regelschule Stadtroda zum Ausprobieren in eine 9. Klasse.

Vom 26. bis zum 27. Februar trafen sich die Mitglieder des Ashoka-Netzwerkes - die sogenannten Ashoka-Fellows - in Leipzig.

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Zur Erklärung: Ashoka ist das weltweit größte Netzwerk von und für Sozialunternehmer und veranstaltet zwei Mal im Jahr ein Treffen, um sich über aktuelle Entwicklungen, Chancen und Herausforderungen auszutauschen. Bei dem diesjährigen Treffen in Leipzig ging es unter anderem um den Aufbau einer tragfähigen Infrastruktur für die Finanzierung sozialunternehmerischer Initiativen und die Suche sowie Einbindung von herausragenden Talenten für die Organisationen der Ashoka-Mitglieder.
Seit 2009 gehört auch unsere Geschäftsführerin Manuela Richter-Werling zu den Ashoka-Fellows. Im Rahmen des diesjährigen Treffens durften wir die Arbeit unseres Vereins und unser Schulprojekt "Verrückt? Na und!" den anderen Fellows vorstellen. Im Anschluss eröffneten wir mehrere kleine Diskussionsgruppen, die sich zu verschiedenen Themen informieren und austauschen konnten, wie: ",Verrückt? Na und!': Ohne Experten geht nichts", "Wie wir auf den grünen Zweig kommen: ,Kohle', Wachstumshormone, Strategien" oder "Psycho-Logisches für (soziale) Unternehmer – von Risiken und (Neben-)wirkungen". Das Interesse an unserer Arbeit war sehr groß und wir haben viel Zuspruch und positives Feedback erhalten. Das gibt uns neuen Ansporn und Motivation! Vielen Dank an alle Ashoka-Fellows!

Wie ist ein Leben ohne Angst möglich? Wofür lohnt es sich zu kämpfen? Welche Chancen eröffnet ein Ausstieg aus der Gesellschaft? Diese Fragen hat Hans Weingartner ("Das weiße Rauschen", "Die fetten Jahre sind vorbei") in seinem neuen Film "Die Summe meiner einzelnen Teile" aufgegriffen.

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Martin ist ein junger begabter Mathematiker, der nach einem Psychiatrieaufenthalt Job und Freundin verliert. Allein in seiner Wohnung verfällt er zunehmend dem Alkohol, hört auf, seine Medikamente zu nehmen und verliert immer mehr den Bezug zur Realität. Als seine Wohnung schließlich zwangsgeräumt wird, landet er auf der Straße. In einem Abrisshaus trifft er auf einen kleinen geheimnisvollen Jungen, der nur russisch spricht. Zusammen suchen sie Zuflucht im Wald, der fortan ihr zu Hause wird. Doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis man Martin dort finden wird…

 

An alle, die "Die Summe meiner einzelnen Teile" noch nicht gesehen haben: Schaut ihn Euch an, er ist wirklich empfehlenswert!

 

Auch für Lehrer und Schüler dürfte der Film interessant sein. So greift der Film u.a. Themen wie Arbeit/Arbeitslosigkeit, Individuum und Gesellschaft, Sucht /Suchtgefahren und Psychiatrie auf, die im Deutsch-, Sozialkunde, Ethik- oder Psychologieunterricht diskutiert werden könnten. Außerdem wurde ein Begleitheft entwickelt, das für die filmpädagogische Unterrichtsarbeit genutzt werden kann.

 

Das Begleitheft kann man sich hier kostenlos downloaden:

www.kinofenster.de/filme/neuimkino/die-summe-meiner-einzelnen-teile-film/

Das könnt ihr zum Hessentag am 9. Juni 2012 in Wetzlar – an der Wasserbar und auf der enwag-Bühne im Weindorf.

Je mehr ihr trinkt und ersteigert, um so mehr Schulprojekte kann unser verrücktes Schulprojektteam der Diakonie Lahn-Dill durchführen.

Hoch die Wassertassen und die Kunst!   

Das Jahr ist schon wieder zur Hälfte rum, dennoch wollen wir es uns nicht nehmen lassen, noch mal einen genaueren Blick auf 2011 zu werfen. Was ist hier passiert, wie viele Menschen haben wir mit unserem Schulprojekt "Verrückt? Na und!" erreicht, wie viele haben sich dafür engagiert und wie geht es weiter? Fragen über Fragen.

 

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Wir sind sehr stolz, dass unser Netzwerk seit 2006 auf  43 Regionalgruppen angewachsen ist, die sich auf zwölf Bundesländer verteilen. 35 dieser Gruppen waren im Jahr 2011 erfolgreich aktiv. Insgesamt engagierten sich 420 Menschen für unser Projekt, die 11.000 Fachleistungsstunden und 13.700 ehrenamtliche Stunden erbrachten. Eine Menge Zeit! Das Schulprojekt fand an 300 Schulen statt, es gab 80 Lehrerfortbildungen und Infoveranstaltungen, 9.000 Schüler und 2.000 Lehrer/Multiplikatoren wurden direkt erreicht.

 

Unsere Aufklärungsinitiative, die 2009 aus der Weiterentwicklung des Schulprojekts entstand, läuft mittlerweile erfolgreich in sechs Modellstädten (Gelsenkirchen, Kassel/Eschwege, Kreis Herford, Leipzig und Stuttgart) und wurde sogar von der Uni Leipzig evaluiert. Und die Ergebnisse sprechen für uns. So konnte belegt werden, dass die Wissensvermittlung und Aufklärungsarbeit, wie z.B. durch die Info-Pocket-Guides, als auch der direkte Kontakt mit Betroffenen durch unser Schulprojekt, die Kompetenz der Schüler im Umgang mit psychischer Belastung steigern konnte. 96% der befragten Schüler haben ein besseres Verständnis für die Situation von psychisch erkrankten Menschen, 84% mehr Mut gefasst, zum Bewältigen eigener Lebenskrisen und 75% sehen Menschen, die Krisen erfolgreich gemeistert haben, als Vorbild an, eigene schwierige Lebenssituationen zu bewältigen.

 

Das sind Ergebnisse, die uns motivieren, Mut machen und uns zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Und auch für die nächste Zeit haben wir uns eine Menge vorgenommen. So wollen wir u.a. weitere überregionale Kooperationspartner, wie Wohlfahrtsverbände und andere private und öffentliche Einrichtungen, für unser Projekt gewinnen und den Ausbau neuer Regionalgruppen vorantreiben. Es sind Ausbildungen für Trainer, Moderatoren und Experten in eigener Sache geplant. Außerdem arbeiten wir stets an neuen Aufklärungs- und Infomaterialien. So sind kürzlich vier weitere Info-Pocket-Guides-Themen (Computersucht, Mobbing in der Schule, Cyber-Mobbing und Was Dich stark macht) erschienen (gibt’s hier zu sehen). In Arbeit sind auch zwei neue Krisenwegweiser für den Saale-Orla-Kreis und den Saale-Holzland-Kreis.

Neulich gab's für das Team im Landkreis Altenburg einen Workshop, in dem Moderatoren und Experten für künftige Schulprojekte gecoacht wurden. Beim ersten Projekt erhielten sie noch tatkräftige Unterstützung von Manuela Richter-Werling. Diese Woche mussten sie dann alleine ran und hatten ganz schönes Lampenfieber. ###MORE### Sie besuchten zwei Mal das Spalatin-Gymnasium in Altenburg, mit dabei war auch Gruppenkoordinator Reinhard Strecker als Hospitant. Die Gruppe traf auf zwei aufgeschlossene, aktive und aufmerksame Klassen, die sehr wissbegierig waren und viele Fragen stellten. Die Expertenrunde erlebte das Team  beide Male als Höhepunkte des Projekttages. Die Schüler hörten aufmerksam zu und waren mucksmäuschenstill, als die "Experten in eigener Sache" von ihren persönlichen Erfahrungen mit seelischen Erkrankungen berichteten. Nach der Runde wurden die Experten von den Schülern regelrecht mit Fragen überschüttet. Auch erhielt das Team positives Feedback von den Schülern, vor allem für die Expertenrunde. Sie sagten, dass sie heute viel gelernt hätten und "Verrückt? Na und!" am besten regelmäßig stattfinden sollte. Denn oft bliebe viel zu wenig Zeit, sei es in der Schule oder im Freundeskreis, um über seelische Nöte und Probleme zu sprechen. Auch vom Klassenlehrer gab es eine positive Rückmeldung. Er gab zu, dass er anfangs eher skeptisch in Bezug auf das Schulprojekt gewesen, nun aber positiv überrascht sei.

 

Und auch in Zukunft möchte das Spalatin-Gymnasium das Team für weitere Projekte an ihre Schule holen. Vor allem das Ende der 10. Klasse stellt eine Umbruchphase dar. Für einige Schüler, die beschließen das Gymnasium zu verlassen, folgt eine Prüfungsphase. Für die anderen beginnt ab der 11. Klasse das Kurssystem, die alten Klassenstrukturen lösen sich auf. Diese Veränderungen sind oft mit Stress und Ängsten verbunden. Deshalb soll "Verrückt? Na und!" jetzt regelmäßig in den 10. Klassen stattfinden.

 

Wir freuen uns über diese positiven Nachrichten und wünschen dem Team Altenburg viel Erfolg bei ihren zukünftigen Schulprojekten!

Diese Woche erhielten wir eine tolle Nachricht von unserem Schulprojektteam aus Wetzlar: Während des Hessentages haben sie 4236 Euro Spenden für das Schulprojekt gesammelt! ###MORE### Dafür haben sie einiges auf die Beine gestellt: Unter dem Motto "Spenden und erfrischen" schenkten sie auf einer schwimmenden Wasserbar zusammen mit Azubis des Energieversorgers "enwag" für alle Durstigen frisches Trinkwasser aus. Viele Wasserbecher wurden gefüllt und das Interesse am Schulprojekt war groß, so dass fleißig Flyer und Infopakete verteilt wurden. Auch wenn die Temperaturen während der zehn Tage nicht gerade schweißtreibend waren, kamen immerhin 705 Euro zusammen!

 

Dazu kamen noch stolze 2531 Euro durch die öffentliche Versteigerung von 48 Graffiti-Unikaten des Künstlerkollektivs "3Steps". Die Bieter waren bestens gelaunt, überboten sich eifrig und sorgten so für ein tolles Ergebnis.

 

Die "enwag", begeistert vom Schulprojekt und beeindruckt vom Engagement der Mitarbeiterinnen während des Hessentages, stockte dann die Spenden um weitere 1.000 Euro auf. Unser Schulprojektteam nahm die insgesamt 4236 Euro überglücklich entgegen und wir sagen herzlichen Glückwunsch!

Ein Schulprojekt am Freitag, den 13.? Dass dies kein Unglückstag sein muss, beweist unser Erlebnis am Humboldt-Gymnasium. Dort fanden für die achten Klassen vier Projekttage zum Thema "Courage zeigen. Wie ich mir selbst und anderen helfen kann" statt. ###MORE###Die Schüler konnten hierzu verschiedene Themen wählen, unter anderem stand auch das Thema Essstörungen zur Auswahl. 13 Schülerinnen hatten sich dafür eingetragen. Und hier waren wir gefragt! Wir schickten eine unserer Expertinnen in eigener Sache los, die die Schülerinnen in einem 1 ½ -stündigen Projekt über Magersucht und Bulimie aufklären sollte. Nach ein paar anfänglichen Lockerungsübungen ging es auch schon ans Eingemachte. Die Expertin eröffnete den Schülerinnen, in der Schulzeit selbst erkrankt gewesen zu sein. Damit hatte sie sofort deren volle Aufmerksamkeit. Da wir aus Erfahrung wissen, dass sich Schüler oft nicht trauen, Fragen offen zu stellen, durften sie diese auf Zettel schreiben, welche für alle sichtbar an die Tafel gepinnt wurden. Es war eine ganze Menge, die es zu beantworten galt, wie "Wir lange dauerte die Erkrankung", "Wie erkenne ich, dass ich krank bin?", "Was hilft, um wieder gesund zu werden?" oder "Wie kann ich gesund abnehmen?". Aus diesen Fragen ergab sich ein reges Gespräch, die Schülerinnen waren sehr interessiert und offen. Deutlich wurde auch, wie präsent die Themen Gewicht, sich zu dick fühlen und abnehmen sind.

 

Nach dieser Runde gab es noch eine letzte Aufgabe: Die Schülerinnen sollten überlegen, was sie an sich mögen und dies aufschreiben, und zwar nur für sich. Denn oftmals sieht man nur das, was einen stört. Wenn man sich aber mal in Ruhe Gedanken macht, was alles toll an einem ist, wird man erstaunt sein, was einem so einfällt. Und so war es auch, die meisten hatten eine ganze Liste von Sachen, die sie an sich mögen. Einige Schülerinnen waren sogar so mutig und lasen im Anschluss ihre Liste vor.

 

Auch das Abschluss-Feedback fiel sehr positiv aus und so war es für die Schülerinnen sowie für die Expertin in eigener Sache ein spannender und gelungener Tag.

Zwischen Juni und September 2012 radeln Menschen im Rahmen der "Mood-Tour 2012" durch ganz Deutschland. Mit dabei sind Depressionsbetroffene und Nichtbetroffene, die gemeinsam ein Zeichen für die Entstigmatisierung der Erkrankung Depression setzen wollen.

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Insgesamt werden 4.500 km in sieben Etappen abgefahren. Eine Etappe dauert zwischen neun und 14 Tagen. Pro Tag legen die Radler etwa 55 km zurück. Zum festen Team gehören sechs Personen, unter anderem auch Sebastian  Burger, Initiator der "Mood-Tour". Die Route führt quer durch Deutschland, bisher wurden u.a. Stuttgart, München, Nürnberg, Erfurt und Leipzig durchquert. In mehr als 20 Orten, die durchfahren werden, finden Aktionstage statt. Hier können Kurzentschlossene sich spontan einer Tagestour anschließen - und gemeinsam ein Zeichen gegen das Stigma der Depression setzen. 

 

Dieses Wochenende erreichte das Mood-Team Leipzig. Am Samstag gab es dazu auf dem Nikolaikirchhof einen Aktionstag. Es wurden zahlreiche Infostände aufgebaut u.a. vom Leipziger Bündnis gegen Depression, der Stiftung Deutsche Depressionshilfe, Der Wege e.V. und wir, Irrsinnig Menschlich, waren natürlich auch mit dabei!

 

Der Aktionstag in Leipzig ist übrigens die größte Veranstaltung auf der ganzen Tour. Auch bei MDR aktuell wurde darüber berichtet. Den Beitrag könnt Ihr Euch hier anschaun:

www.mdr.de/mediathek/themen/nachrichten/video70388_zc-c5c7de76_zs-3795826d.html

In Simons Leben ist alles genau geplant: Er hat immer den gleichen Tagesablauf, die gleichen Mahlzeiten, die gleiche Kleidung. Er mag klare Strukturen, feste Rituale, Kreise, Literatur und Wissenschaft. Er mag nicht: Veränderungen, Gefühle und körperliche Nähe. Simon leidet am Asperger Syndrom, einer Form von Autismus. ###MORE### Da Simons Eltern zunehmend überfordert sind, zieht er zu seinem Bruder Sam und dessen Freundin. Doch diese kommt mit Simon nicht zurecht und trennt sich schließlich von Sam. Da hat Simon die Idee: Eine neue Freundin für seinen Bruder muss her! Doch wer passt am besten zu ihm? Das versucht er anhand wissenschaftlicher Kriterien zu berechnen. Doch kann das gut gehen?

 

"Im Weltraum gibt es keine Gefühle" ist ein Film, der ans Herz geht und einen immer wieder schmunzeln lässt. Als Zuschauer bekommt man einen Einblick in Simons Welt, lernt diese zu verstehen. Gleichzeitig zeigt der Film auch, wie Simon versucht, unsere Welt zu begreifen. Eine Welt, in der auch mal Chaos und Unordnung herrschen, die Veränderungen unterliegt und in der Verhalten und Gefühle nicht immer wissenschaftlich erklärbar sind. Alles in allem ein ganz wunderbarer Film, der nur jedem ans Herz gelegt werden kann!

 

Auf der Website gibt es übrigens ein Filmheft, das Lehrer für die Unterrichtsarbeit nutzen können. Es ist geeignet für 7. bis 13. Klassen, kann u.a. im Deutsch-, Sozial-, Psychologie und Ethikunterricht eingesetzt werden und behandelt Themen wie: Außenseiter, Autismus und Asperger-Syndrom, Behinderung, Akzeptanz und Toleranz. www.imweltraum.de

 

Und für alle, die jetzt neugierig geworden sind, hier könnt Ihr Euch den Trailer anschaun: www.youtube.com/watch?v=UMh3AUsj2NA

 

 

Am 7. November findet im Leipziger Park-Krankenhaus der alljährliche Kliniktag statt. Heute gab es ein Vorbereitungstreffen, in dem es um die Gestaltung des Tages ging.

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Im Mittelpunkt wird die multimediale Ausstellung stehen, die mittels Aufstellern und Videoinstallationen über die Geschichte der Psychiatrie in Dösen berichtet. Außerdem wird das Thema Kunst und Psychiatrie aufgegriffen. Dazu werden aktuelle Fotos von der alten Dösener Klinik und selbstgemalte Bilder von Patienten gezeigt werden.

 

Wer es nicht zum Eröffnungstag am 7. November schafft, kann sich die verschiedenen Ausstellungen die nächsten 3 Monate noch im Park-Krankenhaus ansehen.

Wusstet Ihr, dass sich alle 53 Min. in Deutschland ein Mensch das Leben nimmt? Dass laut dem Statistischen Bundesamt jährlich etwa 10.000 Menschen durch Suizid sterben, mehr als durch Verkehrsunfälle, Drogenmissbrauch und Aids zusammen? Und dass Suizid bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen die zweithäufigste Todesursache ist?

 

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Trotzdem ist Suizid in der Öffentlichkeit immer noch ein Tabu. Das muss sich ändern! Deshalb findet jedes Jahr am 10. September der Welt-Suizid-Präventionstag statt mit Aktivitäten und Veranstaltungen zum Thema Suizidprävention. Freunde fürs Leben e.V. haben dazu die Grafik "Suizid in Deutschland" veröffentlicht, die einfach und schnell über Zahlen, Fakten, Warnsignale und Hilfsmöglichkeiten informiert - denn Aufklärungsarbeit und Vermittlung von Wissen kann Leben retten! Und schon 1985 schrieb der Suizidologe Edwin Shneidman: "Wenn man der Öffentlichkeit kommuniziert, dass Suizid jeden betreffen kann, dass es Hinweise in Äußerungen und im Verhalten von Menschen gibt, auf die man achten kann, und dass Hilfe verfügbar ist, ist das ein Weg um Suizid zu verhindern."

 

http://www.frnd.de/infografik-suizid-in-deutschland/

Am letzten Samstag waren wir hier in Leipzig an der Humboldtschule um ein "Open Space" zu organisieren. Am Samstag in die Schule? Da kommt doch keiner! Doch, denn Open Space ist eine Mischung aus Ideenbörse und ganztägiger Mittagspause und nach einer stressigen Renovierungsphase für die Humboldtschule genau das Richtige.

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Die bunte Mischung aus Schülern, Eltern und Lehrern hat nach kurzem Zögern 3 große Pinnwände mit Ideen, Problemen und Projekten gefüllt, die alle unter den Nägeln brennen. Von der Verbesserung der Schülerkantine, der Einrichtung von Patenklassen bis hin zu einer künstlerischen Gestaltung der Flure - bisher in einem ansprechenden Grau gehalten - war alles dabei.

 

Sehr schnell bildeten sich Gruppen, die sich für ein Thema besonders begeistern konnten und entschwanden in die bereitgestellten Klassenräume. Nun drang nur noch Gemurmel an unsere Ohren und ab und zu sah man Gruppen von Menschen aller Altersstufen durch die Schule wuseln. Vielleicht auf der Suche nach einem passenden Raum für das Schülercafé oder einer geeigneten Farbe für den 1. Stock?

 

Am Ende eines anstrengenden Tages konnten wir Bilanz ziehen. Sieben AGs sind zu Stande gekommen und weitere konkrete Schritte vereinbart. Die Ergebnisse werden heute Abend im Humboldt-Schulforum vorgestellt.

 

Wer von Euch mehr über Open Space wissen und vielleicht auch mal eins an seiner Schule veranstalten will, dem sei folgende Website empfohlen:

http://www.openspaceworld.org/german/index.html

Erleichternd, wenn bei der Diskussion um Stress, Überforderung und Mobbing am Arbeitsplatz auch mal Entwarnung kommt: Arbeit kann die psychische Gesundheit fördern! Das haben wir am letzten Freitag bei der Fortbildung "Psychische Gesundheit" im Betrieb erfahren. ###MORE### Organisiert wurde das Ganze vom Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte. Irrsinnig Menschlich war mit einem Infostand dabei.

 

Der sooft kritisierte Arbeitsalltag strukturiert die Woche, gibt Ziele vor, ermöglicht Erfolgserlebnisse, bietet Ablenkung und soziale Kontakte. Das verhindert Überhandnahme der dunklen Gedanken, schafft Selbstwertgefühl und im besten Fall ein Umfeld, in dem man sich wohlfühlen kann. Das geschieht natürlich nicht von selbst. Deswegen freute uns die zahlreiche Teilnahme von Unternehmensvertretern.. So langsam fängt die Wirtschaft an sich für das Thema Prävention und seelische Gesundheit zu interessieren. Kein Wunder, schließlich sind inzwischen 12 % aller Krankschreibungen auf psychische Erkrankungen zurückzuführen. Gerade bei seelischen Krisen fallen Mitarbeiter oft besonders lange aus.

 

Ob Arbeit die Seele stärkt oder belastet ist allerdings abhängig vom Betriebsklima. Wie aber schafft man eine gute Atmosphäre in seinem Unternehmen? Natürlich gibt es hier kein Erfolgsrezept, aber die Grundlage sind immer gute zwischenmenschliche Beziehungen. Respektvoller Umgang miteinander und Rücksichtnahme sind hier der Schlüssel.

 

Irrsinnig Menschlich verbreitet dieses Konzept schon seit über zehn Jahren in Schulen deutschlandweit. Daneben bieten wir auch ein Weiterbildungsmodul für Unternehmen an, das den Titel trägt: "Ist denn das normal? Was Sie schon immer über die Psyche wissen wollten und wie Sie mit psychischer Gesundheit gut wirtschaften können."

Glückliche Menschen leben länger. Die Menschen im fernen Bhutan, dem Land des Donnerdrachens, kennen sich weltweit am besten aus mit Glück. Das Recht auf Glück ist dort sogar in der Verfassung verankert. 

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Was wir von den Menschen in Bhutan lernen können? Lebensfreude verbreiten, denn das steckt an. Und welcher Tag eignet sich dafür besser als der Welttag der seelischen Gesundheit. In der Woche um den 10. Oktober wird es in Deutschland viele Veranstaltungen geben. Was in Eurer Stadt los ist, könnt Ihr hier nachschauen: aktionswoche.seelischegesundheit.net

Wir Leipziger verteilen Free-Hugs – Freie Umarmungen. Erfinder der Free-Hugs-Kampagne ist der Australier Juan Mann. Seine Idee: Einer fremden Person eine Umarmung anzubieten.

 

Natürlich  wollen wir nicht nur den Menschen in Leipzig ein Lächeln ins Gesicht zaubern.  Deshalb rufen wir Euch auf am 10. Oktober  in Eurer Stadt eine eigene Free-Hugs-Aktion zu starten! Das geht ganz einfach. Alles, was Ihr braucht, ist ein gut lesbares Schild mit dem Schriftzug "Free Hugs", ein Lächeln im Gesicht, ein paar Mitstreiter und ein bisschen Mut!

Und damit wir alle an Eurer Aktion teilhaben können, macht Fotos oder Videos und schickt sie uns! Für die Schnellsten gibt es Kathrin Weßlings Roman "Drüberleben. Depressionen sind doch kein Grund, traurig zu sein".

 

Hier findet Ihr Infos wie die Free-Hugs-Aktion funktioniert: http://www.verrückt-na-und.de/mitmachen_free_hugs.html

 

Und hier ein kleiner Film dazu. Na, da wird einem doch gleich warm ums Herz:

http://www.youtube.com/watch?v=-laE4c4UjWc

Wachsende Arbeitslosigkeit in der EU hat zu einer Zunahme der psychischen Erkrankungen und Suizidraten geführt. Das kann man im neuen OECD-Gesundheitsbericht nachlesen, der am 5. Oktober beim European Health Forum Gastein vorgestellt wurde. ###MORE### Demnach ging ein Anstieg der Arbeitslosenrate um einen Prozentpunkt mit einem Anstieg der Selbsttötungen um 0,79 Prozent einher. Stieg die Arbeitslosenrate um mehr als drei Prozentpunkte, erhöht sich die Suizidrate sogar überproportional um 4,45 Prozent. Ebenfalls beunruhigend: Die Zahl der HIV-Neuinfektionen hat sich von 2010 auf 2011 verdoppelt - auch weil die Zahl der Drogenabhängigen gestiegen ist.

 

Unsere Welt wird mehr und mehr von ökomischen Zwängen dominiert. Im Moment bedeutet das für die europäischen Regierungen vor allem sparen, sparen und nochmals sparen! Das muss vielleicht so sein, aber man darf auch nicht die Augen vor dem Leid verschließen, welches die Sparmaßnahmen verursachen. Es ist leicht, stolz auf die solide deutsche Wirtschaft zu sein. Dabei wird zu oft vergessen, dass in Zeiten komplexer globaler Handelsbeziehungen auch Deutschland vor einer Rezession nicht gefeit ist. Natürlich gibt es für die europäische Krise (leider) keine einfache Lösung. Grundlegende Werte wie Fairness, Solidarität und Gesundheit müssen aber erhalten bleiben, wenn es ein Europa nach der Krise geben soll.

 

Mehr Informationen unter: www.aerztezeitung.de/news/article/823236/krank-nach-krise-suizide-eu-krisenlaendern.html

Psychische Erkrankungen manifestieren sich oft in der Jugend und treten im Laufe des Lebens in fast jeder Familie auf. Dennoch stoßen die Betroffenen immer noch auf Ängste und Vorurteile. Dafür zahlt die Gesellschaft einen hohen Preis: menschliches Leid und enorme volkswirtschaftliche Kosten. "Verrückt? Na und!" bricht das Schweigen darüber und lädt junge Menschen zum Austausch über die großen und kleinen Fragen zur seelischen Gesundheit ein. ###MORE###

 

Ein Team aus Moderatoren (Psychologen, Ärzte, Sozialarbeiter) und "Lebenslehrern", das sind Menschen, die psychische Krisen meistern mussten, führt in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen Workshops zum Thema durch. Das Projekt macht Jugendlichen Mut, Probleme gemeinsam mit anderen besser zu bewältigen.

 

Mit ausgereifter Strategie und belegter Wirkung hilft "Verrückt? Na und!" präventiv und gesundheitsfördernd - eine wertvolle Kombination, die Schule machen sollte. Unterstützen Sie "Verrückt! Na und?" in Nordrhein-Westfalen, um einen wirklichen Impact im Leben der jungen Menschen zu erreichen. Das Forum wird veranstaltet von der Stadt Gelsenkirchen, dem Nienhof e.V., Irrsinnig Menschlich e.V., der Barmer GEK und dem Kooperationsforum gesundheitsziele.de.

Mehr Infos und eine Programmübersicht gibt's hier.

Am 9. Und 10. November ist es wieder soweit, dann findet unser alljährliches Netzwerktreffen statt. Dieses Jahr geht es zum ersten Mal auf Reisen, und zwar von Sachsen in den Ruhrpott nach Gelsenkirchen. Wir freuen uns schon darauf!###MORE###

 

Alles wird ein bisschen anders sein, doch Ihr wisst: Reisen bildet! Wir haben versucht, echte Ruhrpott- Menschen an Bord zu kriegen und danken jetzt schon unseren Gastgebern: Dem Verein Nienhof mit Brigitte Schönheit als Träger des Schulprojekts und Peter Horstmann als städtischen "Rückenwind".

 

Mehr Infos: www.nienhof.de/verrueckt-na-und.html

Am Samstag den 27.10. wurde der Deutsche Fairnesspreis an die Köchin, Unternehmerin und Ernährungskünstlerin Sarah Wiener verliehen. Als ehemaliger Preisträger wollten wir da natürlich gratulieren. ###MORE### Auf dem Foto seht ihr Norbert Göller, wie er Frau Wiener eine irrsinnig menschliche Schürze überreicht und auch gleich deren modische Qualitäten vorführt.

 

Gutes Essen hält bekanntlich Leib und Seele zusammen, Fairness unsere Gesellschaft. Frau Wiener demonstrierte diese Eigenschaft eindrucksvoll, als sie die Auszeichnung zusammen mit ihren Mitarbeitern entgegennahm. Gemeinsam mit der Fairness Stiftung freuen wir uns über eine gelungene Veranstaltung.

Von den Themen Burnout, Depression und Suizid liest und hört man ständig in den Medien. Eine Studie hat nun gezeigt: Alle reden zwar darüber, aber nur wenige tun etwas. Irrsinnig Menschlich e.V. gehört zu denen, die etwas tun, was wirkt! ###MORE### Als eines von bundesweit 14 Organisationen haben wir für unser Schulprojekt "Verrückt? Na und! Seelisch fit in der Schule" das "Wirkt-Siegel" im Themenfeld Depression von PHINEO erhalten. Außerdem wird über uns im PHINEO-Themenreport "Depression: Raus aus dem Schatten! Report über wirkungsvolles zivilgesellschaftliches Engagement" berichtet.

 

Am Montag wurde uns das "Wirkt-Siegel" offiziell in Berlin verliehen und wir haben die Auszeichnung voller Freude und Stolz entgegen genommen.

Gestern beim Tag der offenen Tür der Universität Leipzig zeigten Medizin, Informatik oder Jura, was SchülerInnen im Studium alles erwartet. Wir waren auch dabei mit „Verrückt? Na und! Seelisch fit in Abi und Studium“. Auf den ersten Blick ziemlich exotisch, aber es kamen so viele Abiturienten, dass wir uns auf, unter und neben Stühlen und Tischen "stapeln" mussten.

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Gerade wenn es aufs Abitur zugeht, die vielen Prüfungen und vielleicht die Entscheidung für ein Studium, kommen vielen auch die Fragen: Wo geht es hin mit meiner Zukunft? Was will ich eigentlich und schaffe ich das? Wir haben heute - jenseits von Formeln, Paragraphen und Wissenschaft – überlegt, was wir brauchen, um seelisch fit durchs Studium zu steuern, wo es Hilfen gibt bei Krisen und einen Notfallkoffer für schwere Zeiten gepackt. Mit jemandem der einfach nur zuhört, Kuscheltieren, Musik oder Schokolade – alles Balsam für die Seele, haben die SchülerInnen gesagt. Und fürs Studium mindestens so wichtig wie pauken ... 

Schüler wünschen sich konsequentere Lehrer. Kaum zu glauben? Aber so ist es. Gerade, wenn es um Mobbing geht. Im Zuge unseres Modellprojekts "Schulcoaches - Seelisch Fitness stärken und Selbsthilfe aktivieren" hat die Universität Leipzig sachsenweit Schüler befragt. Mobbing ist für alle ein Thema und schlägt ihnen auf die Seele.

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Von den Erwachsenen wünschen sie sich, dass sie hinschauen und eingreifen. Wir sind ihrem Wunsch gefolgt und haben die Experten von fairend aus Köln eingeladen, um unseren Schulcoaches und den LehrerInnen der Projektschulen zu zeigen, wie man mit "NO BLAME APPROACH" Mobbing stoppen kann.

Jede Schule hat gleich mehrere Teilnehmer zum Workshop geschickt nach dem Motto, etwas bewegen lässt sich leichter mit vielen. Es wurde heftig diskutiert. Alle kennen zum Teil schwere Mobbingfälle. "Wir stehen teilweise so hilflos daneben, um dem ein Ende zu setzen, bin ich heute hier.", sagt eine Lehrerin aus Leipzig.

Der "NO BLAME APPROACH" arbeitet ohne Schuldzuweisungen und Bestrafung. Eine Evaluation aus 2008 ergab, das über 85% der 220 untersuchten Mobbingfälle gestoppt werden konnten. Diese Ergebnisse machen Mut. Und wo immer euch Mobbing begegnet, am Arbeitsplatz, in der Schule oder Ausbildung, traut euch, hinzusehen und etwas zu tun.

Gestern erhielten wir eine Email von einer jungen Frau, die sich gern für "Verrückt? Na und!" ehrenamtlich engagieren will." Ich möchte Sie dabei unterstützen Kindern und Jugendlichen zu zeigen, dass sie sich für psychische Erkrankungen nicht schämen müssen, dass man sich Hilfe suchen kann und vorallem, dass die Situation in der man steckt nicht für immer sein muss. Ich möchte gern Vorbild sein und an Hand meiner Geschichte zeigen, dass man den Weg aus der Krise schaffen kann." ###MORE###

 

Sie schrieb uns von Ihrem bewegten Schicksal. Ihre gesamte Kindheit sei Sie von ihren Eltern körperlich misshandelt worden. Von ihrem 13. bis 22. Lebensjahr verletzte sie sich selbst. Sie absolvierte eine Therapie. Heute gehe es ihr psychisch sehr gut, studiere Biologie und Chemie und will künftig als Lehrerin arbeiten.

 

Immer mehr solcher Emails und Anfragen erhalten wir aus der gesamten Bundesrepublik. Wir geben die Kontakte weiter an unsere Schulprojektgruppen. Insgesamt 46 Gruppen haben wir in den letzten Jahren in allen Bundesländern aufgebaut. Etwa 200 Experten in eigener Sache engagieren sich hier in mehr als 250 Schulen. Mit "Verrückt? Na und!" haben wir 2011 fast 9.000 Heranwachsende erreicht.

 


Das ist konkrete Hoffung, die wir tagtäglich mit unserer Arbeit Tausenden von Heranwachsenden und ihren Familien spenden.

 

Das Jahr 2011 war für uns deshalb sehr erfolgreich. Presseartikel über unsere Arbeit erschienen in der Süddeutschen Zeitung, in der Leipziger Volkszeitung, Sächsischen Zeitung, GEO Wissen und in vielen Regionalzeitungen. Wir brachten die DVD "...und Du so? - Filmbeiträge zum Thema seelische Gesundheit für Schule und Bildungseinrichtungen" und einen Leitfaden mit der BARMER GEK heraus. Wir führten in unserem Netzwerk Kooperationsvereinbarungen ein und trainierten neue "Verrückt? Na und!"-Regionalgruppen u.a. in Kreis Herford und Gelsenkirchen. Dafür wurden wir mit dem 2. Preis des Wettbewerbes "Gesundes Land Nordrhein-Westfalen" ausgezeichnet. In Baden-Württemberg sind wir mit der Diakonie Baden und Württemberg, der eva Stuttgart und der BARMER GEK dabei ein Modell für die landesweite Verbreitung von "Verrückt? Na und!"zu entwickeln. Wir haben die Bundespsychotherapeuthenkammer als Kooperationspartner gewonnen...

 

Wir stellten die Zwischenergebnisse unseres ESF/Aktion Mensch-Projektes "Schulcoaches" der Öffentlichkeit vor und waren überrascht über die positiven Ressoannzen von Politik, Ministerien und Presse. Wir sind Stolz auf unsere Schulcoaches in Leipzig und in der Oberlausitz und ihre Leistungen in unseren fünf sächsischen Modellschulen.

 

Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen bedanken, die uns 2011 unterstützt haben.

Am 7. Dezember des letzten Jahres haben wir über www.abgeordnetenwatch.de folgende Frage an Herrn Lars F. Lind, Gesundheitsexperte der FDP-Bundestagsfraktion gerichtet:
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wie kommt es, dass Menschen, die während einer Auslandsreise psychisch erkranken, nicht versichert sind und auf ihren Kosten sitzen bleiben. Und wie kommt es, dass Menschen, die eine Auslandskrankenversicherung abschließen, nicht darüber aufgeklärt werden, dass sie im Falle psychischer Krankheit nicht versichert sind?

 

Wir bekommen immer wieder Anfragen von StudentInnen und ihren Angehörigen (Eltern), die während des Auslandssemesters oder während der Auslandspraktika das erste Mal psychisch erkranken. Dann wird ihnen trotz Auslandskrankenversicherung offenbart, dass sie genau in diesem Falle nicht versichert sind. Großes Leid, horrende Kosten (86000 Dollar im letzten Fall einer Studentin). Sind psychische Krankheiten Krankheiten zweiter Klasse? Sind psychisch erkrankte Menschen Menschen zweiter Klasse? Ist der Sachverhalt ein Fall für das Antidiskriminierungsgesetz?! Was sagt der Gesundheitsminister bzw. die Justizministerin dazu, die alle Ihrer Partei angehören? 

 

Herr Lind hat fast sechs Monate gebraucht, um uns zu antworten. Am 9.6.2011, gestern, kam die Antwort:

 

Sehr geehrte Frau Richter-Werling,

zunächst möchte ich mich für die verspätete Antwort entschuldigen. Bestandteil jedes Versicherungsvertrages sind die Versicherungsbedingungen, in welchen auch die allgemeinen Einschränkungen der Leistungspflicht (wie z.B. die Behandlung von psychischen Erkrankungen) aufgeführt werden. Jeder, der eine Versicherung abschließt, sollte sich vor Abschluss des Vertrages über diese Punkte informieren.

Daher ist Ihre Behauptung, dass niemand darüber aufgeklärt wird, dass psychische Erkrankungen von der Leistungspflicht ausgenommen sind, für mich nicht nachvollziehbar. Ich kann Ihnen nur empfehlen, die StudentInnen darauf hinzuweisen, vor Abschluss des Versicherungsvertrages die Versicherungsbedingungen genauestens zu prüfen, damit Überraschungen der geschilderten Art ausbleiben.

Mit freundlichen Grüßen Lars F. Lind

Manches Mal führen Zufälle zu überraschenden Ergebnissen. So ist es auch Florian Beutel von unserem Schulprojekt-Team aus München ergangen. Zufällig entdeckte er, dass unser Projektname "Verrückt? Na und!" auch für ein Projekt an der Hochschule München verwendet wird.

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Dieses wurde durch Prof. Dr. Angela Gosch initiiert und soll Studieninteressierten einen Einblick in das Studium der Sozialen Arbeit geben. Florian kontaktierte Frau Gosch und vereinbarte ein Treffen mit ihr. "Wie sich herausstellte, hatte sie zuvor nie etwas von uns gehört und nur zufällig den gleichen Namen wie wir gewählt", sagt Florian Beutel. Das Gespräch führte schließlich zu einem gemeinsamen Entschluss: Einen Stiftungsantrag für die nächsten zwei Jahre für 50 Veranstaltungen in München zu stellen. Pro Jahr sollen 15 Veranstaltungen vom Team München übernommen werden, die restlichen zehn übernimmt die Hochschule zusammen mit den Studenten. Um die Studenten fit für das Schulprojekt zu machen, wird das Team um Florian Beutel herum "Verrückt? Na und" ab dem Wintersemester 2011 in den Vorlesungen von Frau Gosch vorstellen und über die Vorgehensweise informieren. Unterstützung erhalten die Studenten außerdem von den Experten in eigener Sache, die sie in die Schulen begleiten werden. Hinzu kommt noch, dass die Hochschule München das Projekt für die nächsten 2 Jahre evaluieren wird.

Eine inspirierende Idee für unser gesamtes Netzwerk. Wir drücken kräftig die Daumen, dass alles klappt!

Jährlich vergibt die Landesinitiative "Gesundes Land" den "Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen". Dieses Jahr haben sich 64 Institutionen mit 76 Projekten beworben, darunter auch wir mit unserem Projekt "Verrückt? Na und!", das in Zusammenarbeit mit der Barmer GEK und gesundheitsziele.de initiiert wurde. 

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Die Vorauswahl der Preisträger traf eine Jury der Landesgesundheitskonferenz, in der alle wesentlichen gesundheitspolitischen Institutionen des Landes vertreten sind. Die endgültige Entscheidung lag bei Ministerin Barbara Steffens.

 

Wir freuen uns nun verkünden zu dürfen, dass wir beim "Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen" den 2. Platz belegt haben! Dieser ist mit einem Preisgeld von 3.000 Euro dotiert, das an unsere Gruppen Kreis Herford und Gelsenkirchen geht

 

Der Gesundheitspreis ist ein Gewinn für alle: für unser Netzwerk sowie für alle Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen.

 

Hier gibt es eine Übersicht zu den Preisträgern:

 

http://www.mgepa.nrw.de/pdf/gesundheit/Projektbeschreibung_Preistr__ger.pdf

Die Welt verändern, das versuchen Menschen überall. Die meisten sind nicht berühmt, doch ruhelos, besessen von guten Ideen, wie sie das Leben vieler Menschen verbessern können. Und sie haben diese Ideen verwirklicht: in Städten, Regionen, Ländern und sogar manchmal weltweit.

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Soziale Neuerer finden Schätze, wo andere Hindernisse sehen. Sie schaffen Wert jenseits von Kosten. Sie laden andere zum Mitmachen ein, sind Changemaker! Heute werden in Berlin die Ashoka Fellows 2011 geehrt. Ashoka ist die älteste und größte weltweite Organisation zur Förderung von sozialen Neuerern (oder engl.: Social Entrepreneurs). 2009 wurde Manuela Richter-Werling in die Ashoka-Fellowship aufgenommen für unser Schulprojekt „Verrückt? Na und! Seelisch fit in der Schule“ . Heute kommen 5 neue Fellows dazu. Wir gratulieren Ihnen ganz herzlich! Mehr zu Ashoka: www.germany.ashoka.org. Und vielleicht bist Du auch ein sozialer Neuerer?

Das diesjährige Netzwerktreffen liegt hinter uns und wir blicken auf ein paar aufregende, schöne, lehr- und  ereignisreiche Tage zurück. ###MORE###

Am Freitag reisten bei uns in Leipzig 60 Teilnehmer aus 26 Schulprojekt-Gruppen aus ganz Deutschland an. Los ging‘s mit einem Rückblick auf all das, was wir seit dem ersten Netzwerktreffen 2009 schon alles erreicht haben. Und das ist eine ganze Menge! Danach machten wir uns auf zum Frischluft schnappen in den Friedenspark. Dahinter stand allerdings ein ernster Anlass: Wir besuchten das Kindereuthanasiedenkmal und erfuhren etwas über Leipzigs dunklere Geschichte und die Entstehung des Denkmals.

Nach einer kleinen Stärkung ging es zum Munter werden in die Turnhalle. Dort erwarteten uns schon die Theaterpädagoginnen Sarah und Hanka mit einem Sportprogramm der ganz besonderen Art: Sie zeigten uns viele lustige Spiele und Übungen, die wir für unsere Arbeit im Schulprojekt nutzen können. Den Abend ließen wir dann gemütlich bei einem gemeinsamen Essen in der Neuen Nikolaischule ausklingen.

Samstag früh um 9 starteten wir noch ein wenig verschlafen in die zweite Runde mit Gospelchorleiterin Mary Beth aus den USA. Nach einer Stunde fröhlichem Trällern war unsere Müdigkeit wie weggeblasen. So konnten wir anschließend frisch und motiviert mit den Workshops beginnen. Die Workshops lieferten eine Menge Diskussionsstoff und gaben uns viele neue Anregungen und Denkanstöße.

Vor der Mittagspause hieß es dann noch: auf zum Fototermin, bei dem wir feststellen mussten, das Modell stehen manchmal gar nicht so einfach ist. Nachdem alles im Kasten war und wir uns gestärkt hatten, neigte sich der Tag auch schon wieder dem Ende zu. In einer Abschlussrunde tauschten wir unsere Eindrücke und Erfahrungen der letzten beiden Tage und dann machten sich wieder alle auf den Heimweg.

Vielen Dank an alle Teilnehmer! Wir hoffen, das Netzwerktreffen hat Euch wieder neuen Mut, Kraft und Bestätigung für Eure Arbeit gegeben. Wir sehen uns hoffentlich im nächsten Jahr wieder!

Seit Mai 2010 läuft unser Modellprojekt „Schulcoaches – Seelische Fitness stärken und Selbsthilfe aktivieren“ an fünf Schulen in Sachsen. Kurz vor der Zielgeraden der ersten zwei Projektjahre geht es um die Verlängerung des Projekts nach April 2012. Die Zeit ist wichtig, um die angestoßenen Veränderungen in den Schulen in feste Bahnen zu bringen. Der 8. November 2011 war hierfür ein wichtiger Tag. ###MORE### Wir waren hoch gespannt. Vertretern der Landespolitik, der Sächsischen Ministerien für Soziales und Kultus haben das Humboldt-Gymnasium in Leipzig besucht und mit Schülern, Eltern und Lehrern über die Entwicklungen an ihrer Schule gesprochen.

Am runden Tisch hat sich gezeigt, was die Evaluation der Universität Leipzig mit ihren Befragungen bestätigt: der Schulcoach ist angekommen. Schüler, Lehrer und Eltern haben wie im Chor ein Loblied angestimmt. „Wegen des Schulcoachs habe ich für meine Tochter genau diese Schule ausgewählt.“, sagt eine Mutter. Und eine Lehrerin hat ergänzt: „Leistung zu fordern, ist essentiell an der Schule, mit dem Schulcoach wollen wir aber ein faires Klima schaffen, so dass jeder auch seine Leistung bringen kann.“

Das unterstützt auch CDU-Landtagsabgeordneter Thomas Colditz: „Ich habe das Projekt von Anfang an unterstützt und möchte dies auch zukünftig tun. (...) Darüber hinaus wünsche ich mir solche Coachings auch in anderen Bereichen unserer Gesellschaft, die immer mehr auf Leistung und Erfolg getrimmt ist, den Einzelnen aber immer mehr aus dem Auge verliert, zumal dann, wenn er dem reißenden Strom gesellschaftlicher Entwicklung nicht mehr standhalten kann.“.

Das Projekt „Schulcoaches – Seelische Fitness stärken und Selbsthilfe aktivieren“ wird gefördert vom Europäischen Sozialfonds (ESF), dem Freistaat Sachsen und der Aktion Mensch.

 

Letzte Woche auf Arte gesehen, "Homevideo". Jakob, 15 Jahre, liebt seine Videokamera und filmt alles, was um ihn herum passiert. Ansonsten hat er eigentlich überall Probleme. Endlich gelingt es ihm, Hannah, die er anbetet, näher kennenzulernen. Doch dann gerät ein kompromittierendes Video in die Hände seiner Mitschüler.

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Videokamera, Internet, Chatroom - was zu Jakobs Leben selbstverständlich dazu gehört, wendet sich gegen ihn. Wer will, der kann heutzutage die Medien nutzen, um Menschen kaputt zu machen.... Am 19.Oktober, 20.15 Uhr läuft "Homevideo" in der ARD. Eltern, Lehrer usw. unbedingt gucken. Wahrscheinlich haben wir keinen blassen Schimmer, was da läuft im Netz... Danke denen, die den Film gemacht haben!!!

http://videos.arte.tv/de/videos/homevideo-4087874.html

Die Jury wählte den gemeinsamen Logo-Entwurf von Simon Ruppe und Felix Duschner zum Sieger-Logo des Logo-Contestes "Verrückt? Na und!". ###MORE###

 

Ihr Entwurf entspricht den Anforderungen einer Wort/Bild-Marke und hat durch seine Einfachheit und sympathischen Züge einen hohen Wiedererkennungswert. Die klare und einfache Gestaltung erlaubt es, den Entwurf zu modifizieren und zielgruppengerecht zu erweitern. Das Logo erinnert an den aus SMS- und Chat-Sprache bekannten "Smily" und die sogenannten Emoticons. Sie rufen unmissverständliche Assoziation hervor und symbolisieren die unterschiedlichsten Gefühlslagen. Emoticons haben in unserer Alltagskommunikation Einzug gehalten und sind allseits bekannt. So rechnen wir dem Logo das Potential zu, auch über längere Zeit "lesbar" zu sein und die Botschaft von "Verrückt? Na und!" zu vermitteln. Der Vorzug dieses Entwurfs besteht darin, dass die verschiedenen Variationen auch die unterschiedlichen Zielgruppen von "Verrückt? Na und!" ansprechen und gleichzeitig repräsentieren: die Jugendlichen, und auch die Eltern, Lehrer und die Teams von "Verrückt? Na und!".

 

Insgesamt reichten 80 Mediendesignerinnen, Grafiker und Künstlerinnen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Belgien 141 Entwürfe ein. Herzlichen Dank an alle, die sich mit ihren wunderbaren Ideen beteiligt und unseren Horizont erweitert haben!

Barbora, Michal, Lenka und Nada von Fokus aus Prag waren bei uns in Leipzig. Wir kennen uns schon länger, genaugenommen seit 2005. Wir Leipziger stemmten damals ein EU-Projekt, in das wir Partner aus der Slowakei  und aus Tschechien einbezogen hatten.

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So kam es zu zwei Workshops zusammen mit den Pragern, in denen wir ihnen das Schulprojekt nahe brachten. Ich kann mich noch sehr gut erinnern als die Prager dann gleich in einem Gymnasium das Projekt ausprobierten. Der Raum war voller Schüler und ringsherum saßen etliche Hospitanten. Es war so eine Atmosphäre von Aufbruch, von Neugier und Erwartung.

 

Dann verloren wir uns aus den Augen, bis die Prager sich 2010 meldeten und sagten, sie wollten bei Deutsch-Tschechischen Zukunftsfond einen Antrag stellen, damit wir die Zusammenarbeit wieder intensivieren können. Mittlerweile hatte sich die Schulprojektgruppe in Prag weiter entwickelt, neue Leute, neue Kontakte zu Schulen, Ministerien und Geldgebern. Mit zwölf Schulen kooperieren die Prager heute und wollen nun selbst neue Gruppen in anderen Städten wie Tabor, Liberec und Mlade Boleslav gründen. Fokus ist der größte gemeindepsychiatrische Träger in Tschechien, der auch in anderen Städten vertreten ist.

 

Ihr größter Wunsch war, in Leipzig ein Schulprojekt von Manuela zu erleben. Sie wollten auch wissen, was hat sich im Schulprojekt verändert, welche Strategie verfolgen wir bei der Verbreitung von „Verrückt? Na und!“ und so weiter...Wir hatten drei Tage, die angefüllt waren mit Workshops und dem Projekt in einer Leipziger Schule. Es kam wieder einmal alles zusammen. Da hatte sich nun noch eine Redakteurin von GEO Wissen aus Hamburg angemeldet. Es war wie damals im Prager Gymnasium. Der Klassenraum war knacke voll und wir alle drum herum. Konzentration. Das Geflüster von Lenka, die dolmetschte. Und wieder das Gefühl von Aufbruch zu neuen Ufern.

 

Im Oktober fahren wir nach Prag. „Verrückt? Na und!“ nimmt Kurs auf in Richtung internationale Ausbreitung.

Am 2. April ist es endlich soweit. Dann startet im Conne Island in Leipzig unser lang geplantes Hip-Hop-Event  „Rappen bis der Arzt kommt – Gegen Angst und für Lebenslust pur“. Dazu laden wir euch alle ganz herzlich ein!

 

Auf der Bühne stehen werden neben Donato und Inferno79 die Leipziger Künstler Mengoolious Funk, ÜBK, KET und die Stylerkings sowie Schüler der 56. Mittelschule in Leipzig.###MORE###

Donato hat mit den üblichen Hip Hop Klischees hat nichts am Hut, geht andere Wege und bricht Tabus. Er kennt Angst-  und Panikattacken und geht offen damit um - im Leben und auf der Bühne. „Gerade denkst du noch, dass es aufwärts geht, und plötzlich fällst du wieder in ein tiefes Loch.“  Er weiß, dass Menschen mit psychischen Problemen ein schlechtes Image haben, als schwach gelten oder als gefährlich, obwohl so viele davon betroffen sind, auch Kinder und Jugendliche. Für ihn Zeit, Depressionen und Ängste öffentlich zu machen – von Künstlern eines Genres, wo Authentizität längst nicht mehr zu den grundlegenden Tugenden gehört. Damit will er jungen Leuten Mut machen. Denn Angst ist für Donato nicht nur düster, sie hat auch gute Seiten: „Angst kann ja dafür stehen, neue Herausforderungen anzunehmen, also eine Form von positivem Nervenkitzel.“

 Den haben bereits Schülerinnen und Schüler der 56. Mittelschule Leipzig. Sie werden zusammen mit Donato im Conne Island rappen mit selbstverfassten Hip-Hop-Versen über das, was sie stark und cool macht, ein Zeichen setzen für ihre Schule, für andere Schüler gegen Stress, Angst und Mobbing.

 

Jeder, der nun Lust bekommen hat, ist herzlich dazu eingeladen am Samstag, den 2. April im Conne Island vorbeizuschauen. Los geht’s ab 20 Uhr!

Oliver und das Schulprojekt-Team von Heide sind am meisten präsent bei uns in Leipzig. Es vergeht keine Woche, in der Oliver sich nicht meldet mit irgendeiner Neuigkeit oder Frage. Da hat er Kontakt aufgenommen mit einem Bundestagsabgeordneten und möchte, das wir ihm eine Email schreiben. Oder: "Hallo, Irrsinnig Menschlich, schickt mir mal schnell noch ein paar Flyer..!" Oliver kann mit seinem Enthusiasmus Berge versetzen.###MORE### Ich wurde hellhörig, als Oliver im September ankündigte, dass das Westküstenradio nun sechs einstündige Radiosendungen über das Schulprojekt "verrückt? Na und!" und die Gruppe von Psychiatrieerfahrenen in Heide senden würde. Eine Hauptrolle spielten natürlich Oliver und Silvia vor und hinter den Mikrophonen. Und dann kam letzte Woche die Nachricht: "Silvia und ich haben bei der Preisverleihung in unserer Kategorie Redaktionsbeitrag den 2. Platz bei den Bürgermedien Preis Hamburg und Schleswig-Holstein gemacht. Zuerst wurden wir ja nominiert, also waren wir unter den 5 besten Demos von insgesamt 50 eingereichten Sendungen. Wir haben mit so viel Erfolg nicht gerechnet."

 

Bereits zum zwölften Mal haben am vergangenen Sonnabend die Bürgermedien in Schleswig-Holstein und Hamburg ihren Rundfunkpreis "Hörmöwe" verliehen. Mit der Auszeichnung wollen die Radioproduzenten besonders gelungene, ehrenamtlich erstellte Beiträge der Offenen Kanäle in Kiel, Lübeck, Heide, Pinneberg sowie der Stadtstaatsender Tide und FSK würdigen. Oliver Stuwe und Silvia Bauch sowie ihre Mitstreiter der Redaktion "Total normal" konnten die Fachjury mit ihrer Erstlingssendung über psychische Erkrankungen überzeugen.

 

Wir gratulieren Euch in Heide. Ihr macht anderen Menschen, die sich aufgrund ihrer psychischen Erkrankung vor der Öffentlichkeit verbergen, Mut. Ihr seid als Experten in eigener Sache im Schulprojekt "Verrückt? Na und!" aktiv, macht Schülern, Lehrern und Eltern Hoffnung, dass Krisen im Leben dazu gehören und überwindbar sind. Ihr macht Radiosendungen und habt keinen Scheu vor der Politik. Ihr wachst über Euch hinaus.

 

Ich werde nie vergessen, wie Du, Silvia, in einer Runde einmal sagtest, dass das Schulprojekt Dir das Leben gerettet hätte. Ich hielt damals die Luft an. Wie tief ist der Fall aus dem Netz der Gesellschaft, wenn einem eine psychische Erkrankung wiederfährt. Wie wichtig ist es dann wieder nützlich sein zu dürfen. Diese elementaren Werte macht Ihr uns bewusst. Wir warten auf Euren Anruf. Danke Euch beiden!

www.verrueckt-na-und.de/akteure-heide.html

Es ist schon zu einem geflügelten Wort geworden: „Die Nummer gegen Kummer.“ Wer sie aber nicht kennt und die 0800 111 0550 noch nie gewählt hat: Die „Nummer gegen Kummer“ ist ein bundesweites anonymes und kostenloses Telefon-Beratungsangebot für Kinder und Jugendliche, aber auch für Eltern und andere Erziehungsverantwortliche. ###MORE### Alle zehn Jahre werden Erhebungen durchgeführt, wie sich die Problemlagen der Heranwachsenden verändert haben. So wurde vor kurzem die Ergebnisse der jüngsten Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Hurrelmann veröffentlicht. Mehr als zwei Millionen Gespräche (80% waren die 11- bis 16-jährige Jugendliche) zu den unterschiedlichsten Themen wurden ausgewertet. Die Neuigkeit: Mehr Jungen suchen Rat und Hilfe.

Seit Gründung der „Nummer gegen Kummer“ im Jahr 1980 war die Verteilung klar: Mädchen rufen deutlich häufiger an als Jungen, sie trauen sich eher, Hilfe von außen in Anspruch zu nehmen. Dies legt den Schluss nahe, dass sich die Jungen mit intimen Problemen nicht mehr abkapseln – und die einseitig auf Stärke und Unnahbarkeit gepolte Männerrolle zunehmend in Frage stellen.

 

Für Jungen wird es immer bedeutsamer, sich um ihren Körper und ihre Gefühle zu kümmern. Sie sprechen am Kinder- und Jugendtelefon vermehrt den eigenen Körper und das eigene Aussehen an, auch machen sie sich um Freundschaften und die Pflege sozialer Kontakte mehr Gedanken als früher. Der Spielraum, die eigene Geschlechterrolle flexibler auszugestalten, wächst. Enge Fixierungen auf die traditionellen Geschlechterrollen sind heute bei jungen Menschen nicht mehr nötig – und oft auch nicht mehr möglich.

 

Die Veränderungen werden die männlichen Heranwachsenden nicht allein aus eigener Kraft bewältigen können. Sie benötigen eine intensive Jungen- und Männerförderung. Es gilt, die Jungen in ihren typisch männlichen Stärken zu unterstützen, sie in ihren schulischen Leistungen zu bestätigen und sie gleichzeitig darin zu unterstützen, ihre Empathiefähigkeit und Sozialkompetenz weiter zu entwickeln.

 

Hier wird unsere Arbeit künftig mehr gefordert sein – u.a. mit unserem „Schulcoach“-Projekt. 

Ihr nehmt sowieso keine Drogen... dennoch hier eine Warnung vor "Legal Highs". Die werden als Badesalze, Lufterfrischer oder Kräutermischungen deklariert und als angeblich legale Alternative zu herkömmlichen illegalen Drogen angeboten? Das Ganze bunt und flippig verpackt.###MORE### Drin sind jedoch Betäubungsmittel oder ähnlich wirkende chemische Stoffe. Dem BKA sind Fälle aus ganz Deutschland bekannt, in denen es nach dem Konsum von »Legal High«-Produkten zu teilweise schweren, mitunter lebensgefährlichen Vergiftungen kam: Kreislaufversagen, Ohnmacht, Psychosen, Wahnvorstellungen, Muskelzerfall bis hin zu drohendem Nierenversagen.

www.drogenbeauftragte.de

Der 15. Januar brachte uns Gewissheit: Wo stehen wir in unserem Projekt "Schulcoaches - Seelische Fitness stärken und Selbsthilfe aktivieren? Was konnten wir in den zurückliegenden sechs Monaten erreichen? Vor etwa einem Jahr reichten wir den Antrag bei der Sächsischen Aufbaubank (das Projekt wird gefördert durch ESF-Mittel des Freistaates Sachsen) ein.###MORE###

Unser Ziel: Fünf Schulen aus Leipzig (56. Mittelschule und Humboldt-Gymnasium) und der Oberlausitz (Pestalozzi-Mittelschule Löbau, Mittelschule Niesky und Friedrich-Schleiermacher-Gymnasium Niesky) wollen wir seelisch fit machen und zeigen, wie mit psychischer Gesundheit gute Schule gemacht werden kann. Ein Ziel, das gar nicht einfach zu erreichen ist, wenn die Interessenlagen teilweise so verschieden sind.

 

So hatten wir in den letzten Monaten schon einige Bewährungsproben zu bestehen. Die Aufgabe bestand darin, alle Beteiligte auf das Projekt einzuschwören: die Schulcoaches, die Träger, die Schuldirektoren und natürlich die Lehrerkollegien.

 

Dies ist uns nun gelungen. Dies zeigte die 1. Schulcoach-Tagung am 15. Januar mit allen Beteiligten in Leipzig. Es herschte eine gute  Stimmung.  Die Schulcoaches sind an ihren Schulen angekommen, konnten Unterstützer in und um die Schule gewinnen und haben viele Räder ins Rollen gebracht. Alle unsere Aufmerksamkeit ist nun darauf gerichtet, wie es weitergeht. In der Ferne leuchtet die Vision: Kann der "Schulcoach" zu einem neuen Berufsbild werden und wenn ja, wird er den "Schulsozialarbeiter" ablösen? 

 

Wir suchen ein neues Logo für unser Schulprojekt "Verrückt? Na und!". Seit 2001 bringt Irrsinnig Menschlich e.V. Schülern und Lehrern bei, dass es sich in der Schule lohnt, sich mit psychischer Gesundheit zu beschäftigen.###MORE### Zum einen, weil psychische Probleme von Schülern und Lehrkräften zunehmen, zum anderen, weil gute Stimmung in der Schule jede Menge Schwierigkeiten verhindern kann.

 

Unser Schulprojekt ist einfach, wirksam und steckt an. In über 50 Kreisen und Städten arbeiten bereits Teams nach dem Grundkonzept von ?Verrückt? Na und!? in den Schulen vor Ort. Das Besondere: in den Teams sind Menschen, die seelische Krisen gemeistert haben. Von ihnen lernen Schüler und Lehrer am meisten, sie sind der "Schlüssel" zur Veränderung von Einstellungen und Verhalten.

 

Wir wollen "Verrückt? Na und!" weiter bekannt machen, denn psychische Gesundheitsprobleme treten im Laufe des Lebens in fast jeder Familie auf. Das haben Jugendliche längst gemerkt und deshalb sagen sie uns von Anfang bis heute, euer Projekt müssten alle Schüler in Deutschland erleben, das brauchen wir fürs Leben?

 

Das neue Logo soll das Schulprojekt und das Netzwerk von "Verrückt? Na und!" präsentieren. Der Logo-Contest läuft vom 8. Februar bis zum 19. April 2011. Mitmachen kann jeder: Grafik-Designer, Künstlerinnen, Studenten, Schülerinnen - Menschen, die gute Ideen haben. Dem Preisträger winken 500 Euro und der Auftrag, das Logo für bestimmte Anwendungen zu gestalten. Die Jury ist gut besetzt u.a. mit Hubertus von Alvensleben (Corporate Branding), Gerald Schömbs (Freunde fürs Leben e.V.) und Jens Pieper (Floor5 Design). Die besten Entwürfe veröffentlichen wir auf Facebook und flickr.

 Mehr unter www.verrueckt-na-und.de/logo2011.html.

Am 8. Februar ging es los: Der bundesweite Logo-Contest für unser Projekt "Verrückt? Na und!" startete. Und wir in voller Spannung. Wir haben uns die Finger wund getippt und telefoniert, was das Zeug hält, um möglichst viele Menschen (Grafiker, Designer und Künstler; Studenten, Profis und Laien) zu erreichen.###MORE###

 

Die Zugriffzahlen auf unsere Website www.verrückt-na-und.de schnellten nach oben. Ein Zeichen, dass unser Wettberwerb und unser Projekt gut ankommt. Schon nach wenigen Tagen erhielten wir den ersten Logo-Entwurf.

 

An den nächsten Tagen kamen weitere hinzu. Mancher Teilnehmer schickte uns  gleich mehrere Vorschläge, so dass aktuell 20 verschiedene Entwürfe von elf Personen vorliegen. Die Ideen sind dabei genauso vielfältig, wie die Menschen, die dahinter stehen.

Alle bisherigen Logo-Entwürfe findet ihr auf Facebook sowie auf flickr. Schaut sie euch an und sagt uns, was ihr darüber denkt! Wir warten auf eure Kommentare, Interpretationen, Kritiken und Diskussionen!

http://www.facebook.com/pages/Verr%C3%BCckt-Na-und/331340784860

http://www.flickr.com/photos/59553720@N02/sets/

 

Kirsten Wolf, Koordinatorin der Stuttgarter Regionalgruppe von "Verrückt? Na und!: Seelisch fit in der Schule" schickte uns folgende Geschichte, die in beeindruckender Weise zeigt, wie positiv die Schüler unser Projekt aufnehmen:###MORE###

 

"Das Jahr 2010 war aus unserer Sicht ein erfolgreiches Jahr. Unseren Erfolg konnten wir an vielen großen und kleinen Dingen messen. Das Schulprojekt wird jedes Jahr in Stuttgart mehr nachgefragt. Verantwortlich hierfür sind die Buschtrommeln, die vermutlich irgendwo existieren müssen. Wir bekommen immer wieder Anfragen, die sich auf Empfehlungen anderer Lehrer oder Schüler beziehen.„Sie machen doch das Schulprojekt, ich hab da mal ´nen Tipp bekommen.“

 

Ein ganz besonderes Kompliment haben wir ganz zufällig erhalten, als wir ein wiederholtes Mal in einem Stuttgarter Gymnasium zu Gast waren. Der Lehrer erzählte uns, dass die Schüler nach dem vergangenen Projekttag das Rektorat aufgesucht haben und von der Schulleitung gefordert haben, das Schulprojekt „Verrückt! Na und?“ verpflichtend für alle Schüler der Schule anzubieten. Besser kann Werbung nicht gelingen.

Das war´s: unser erstes Hip-Hop-Konzert im Conne Island in Leipzig. Und in mir hallen die Worte und der Sound von Donato nach: "Jeder Song, den ich mache ist ein Lichtblick..für mich, für Dich".###MORE###

 

Wir haben ja schon vieles gemacht: ein Schulprojekt entwickelt, das wir nun in vielen Schulen bundesweit einführen, eine Medienwerkstatt im tiefen Osten der Slowakei für chronisch psychisch kranke Menschen aufgebaut, haben Filme gedreht und ein Filmfest kreiert, dass durch unzählige Städte tourte, Websites, Materialien und DVD´s haben wir entwickelt, herausgebracht und vieles mehr...

 

Und nun ein Hip-Hop-Konzert, obwohl der Rap schon in die Jahre gekommen ist. Warum wir dieses Konzert organisiert haben, liegt alleinig an (Marco) Donato, der Ende 2009 eine CD mit dem Titel "Angst" herausbrachte, die in der Szene sehr beachtet wurde. Das war der Anstoß.

 

Dann haben wir uns einen Club in Leipzig gesucht - das Conne Island - und ein Programm drum herum gebastelt. Die Öffentlichkeitsarbeit lief bestens und so kamen an dem Abend immerhin zweihundert Leute, obwohl draußen das beste Frühlingswetter die Leute zum Grillen einlud.

 

Das war bestimmt nicht unser letztes Konzert. Toll wäre, wenn wir das nächste eine Nummer größer als Benefizkonzert aufziehen könnten. Das wäre ein Lichtblick für uns alle.

 

 

 

 

 

 

Nun gibt es auch noch einen schönen Mitschnitt garniert mit Interviews der beiden Dortmunder Rapper Donato & Inferno79  zu unserer Veranstaltung "Rappen bis der Arzt kommt" im Conne Island. ###MORE###

 

Das Online Magazin RapSpot war live vor Ort und sprach mit den sympathischen Jungs über ihre Ängste und die Beweggründe, diese in ihren Liedern zu thematisieren und über mehr....

Das findet Ihr hier: rapspot.de/interview.php;

Zum zweiten Mal haben wir all unsere Gruppen bundesweit über ihre Erfolge, Erfahrungen und der Entwicklung ihrer Arbeit mit "Verrückt? Na und!: Seelisch fit in der Schule" und der Aufklärungsinitiative befragt. Herausgegekommen ist ein buntes, äußerst beeindruckendes Bild unser Netzwerk in Zahlen für das jahr 2010. ###MORE###

 

Ehrenamtliche Stunden insgesamt: ca. 19.000 ehrenamtliche Stunden im Wert von ca. 121.000 EUR

Anzahl der Gruppen insgesamt: 40

Anzahl der aktiven Gruppen: 28

Anzahl der neu gegründeten Regionalgruppen: 10

Durchgeführte Schulprojekte: 280

Durchgeführte Lehrerfortbildungen und Informationsveranstaltungen: 60

Anzahl der direkt erreichten Schüler: 8.500

Anzahl der direkt erreichten Lehrer und Multiplikatoren: 1.200 

Anzahl aktiver Experten in eigener Sache: 150

Anzahl der aktiven Moderatoren: 120

Anzahl der erreichten Schulen: 190

Im Aufbau befinden sich folgende Gruppen: Konstanz: Kooperation mit Landratsamt Konstanz und Illenau-Stiftung, Tübingen, Göppingen (2 Teams), Bodensee-Kreis, Landkreis Esslingen, Nürtingen-Kirchheim, Altenburg / Thüringen, Kreis Börde / Sachsen-Anhalt

Städte der Aufklärungsinitiative sind: Kassel / Kreis Nordhessen · Werra -Meissner-Kreis (Eschwege) · Gelsenkirchen · Herford · Leipzig · Stuttgart

Wie kann ich Kinder und Jugendliche in psychischen Krisen begleiten? Wie reagiere ich, wenn mein Kind sich ritzt, nicht mehr in die Schule gehen will oder Essen verweigert? Wann sollte ich mir professionelle therapeutische Hilfe holen? ###MORE### Was kann mein Kind tun, wenn sein bester Freund oder seine beste Freundin psychische Auffälligkeiten zeigt?

 

Das Reclam-Gymnasium, Dr.  Michael Kroll, Kinder- und Jugendpsychiater an der Uni Leipzig und der Verein Irrsinnig Menschlich laden herzlich ein zum offenen Elternabend.

 

Wann: 18.08.2010, 19.30–21.30 Uhr

Wo: Aula des Reclam-Gymnasiums, Haus 2, Tarostraße 4-6, 04103 Leipzig

Das kennt jeder: Früh morgens im Bus tönt schrecklicher Lärm aus den Kopfhörern des Banknachbarn und wir fragen uns, wie das nur auszuhalten ist. Abends beim Konzert unserer Lieblingsband spüren wir vor Glück den Bass im Bauch vibrieren und diese Frage stellt sich nicht mehr. Wie beeinträchtigt nun aber überlaute Musik unsere Ohren und unser Hörvermögen? ###MORE###

 

Der 23-jährige Daniel Lalor startet die groß angelegte Informationskampagne „Music to my ears“ nachdem ihm ein Tinnitus, also ein ständig fiependes Geräusch im Ohr, diagnostiziert wird. Der junge Australier will Musikfans und Veranstalter informieren über die Risiken von übermäßigen Lärm und auf die Warnsignale für Hörschäden aufmerksam machen. Denn mit Freude Musik hören wollen wir doch alle - auch noch in 20 Jahren ...

 

Mehr Informationen zur Kampagne unter www.musictomyearscampaign.org

 

Nach dem Erfolg der ersten Sendung am 18.09.2010 setzt der offene Kanal Westküste die Sendereihe "Total normal" fort. Am Samstag, den 16.10.2010, gehen Sylvia Bauch und Oliver Stuwe von 19-20 Uhr der Frage auf die Spur "Was ist Psychiatrie?". ###MORE###

Sie sprechen mit Menschen, die eigene Erfahrungen mit Psychiatrie und psychischen Krisen gemacht haben, thematisieren offen auch Ängste oder Vorurteile und machen dabei neue und ungewöhnliche Entdeckungen.

Hier geht´s zum Livestream.

Der große Erfolg unseres Schulprojekts "Verrückt? Na und!" sind die Freude und Offenheit der Schülerinnen und Schüler. Jetzt wird das Projekt auch mit dem Fairness-Initiativpreis 2010 ausgezeichnet. Am Samstag, den 30.10.2010, übergibt die Fairness Stiftung Irrsinnig Menschlich den Preis für die Pionierarbeit mit "Verrückt? Na und!".###MORE###

 

Weitere Preisträger sind abgeordnetenwatch.de, Parlamentwatch e.V. und Foodwatch e.V.. "In einer Zeit, in der immer mehr Menschen steigenden psychischen Belastungen ausgesetzt sind, ist eine solche Initiative vorbildlich, damit Fairness und Rücksicht gegenüber Menschen gelernt und praktiziert werden, die darauf angewiesen sind." begründet die Stiftung die Entscheidung für die Vergabe des Preis an Irrsinnig Menschlich. Wir möchten an dieser Stelle ganz herzlich den Regionalgruppen in ganz Deutschland danken, die "Verrückt? Na und!" möglich machen und mit Leben füllen.

Marcell Heinrich, von der @ducation group, macht seit 15 Jahren selbst HipHop-Musik, arbeitet als Sozialarbeiter und er rappt und textet in Workshops mit Jugendlichen. Freitag haben Freunde fürs Leben e.V. Marcell hier in Leipzig für FRND.TV interviewt und gefragt, welche Bedeutung das Texte schreiben haben kann.###MORE###

Wir waren dabei und konnten einen Eindruck kriegen, wie gut es sein kann, für die eigenen Gefühle und die Bilder im Kopf Worte zu finden. Wir wollen die Kids ermutigen, sich auszudrücken betont Marcell, - ob mit reden, rappen oder zeichnen - , denn wir entwickeln uns persönlich und bleiben seelisch fit, wenn wir im guten Austausch mit anderen Menschen sind. Sobald das Video bei FRND.TV online steht, gibt?s von uns Bescheid. www.educationgroup.de.

Manuela, Frank und Norbert - wir waren heute abend im Studio von MDR-Sputnik in der Sendung Bunt Funk. Bunt ging es allemal zu, da die Redakeure ständig im Studio mit der Kamera herumstürzten, an den Tischen Laptops zum Chaten standen. ###MORE###

 

Auf einem riesigen Monitor konnte man live das online-Programm und die eingehenden Chat-Kommentare verfolgen. In einem Glaskasten moderierte Steffi die Sendung. Frank saß dreimal vor den Mikrophonen und mussten über seine Depressionen und Erfahrungen im Schulprojekt erzählen. Wie hasteten dann im Chat den Fragen hinterher. Manuela und ich stellten den Verein vor und verkündeten, dass wir zwei Praktikantenstellen suchen.

Ein seltsam schnelllebiges Medium. Mal sehen, was rauskommt.

 

Große Freude! Heute hat die LVZ auf Seite 3 (!) ganz groß über unser Schulprojekt "Verrückt? Na und!" berichtet. Darin geht?s um Janin, die sich bei uns engagiert. Vor Jahren waren wir in ihrer Klasse mit "Verrückt? Na und?". Da hat sie schon gemerkt, dass bei ihr nicht alles rund läuft. ###MORE###

Für sie begann eine sehr schwere Zeit. Jetzt, Jahre später, geht sie in Klassen und macht Schülern und Lehrern Mut im Schulprojekt ?Verrückt? Na und!: Seelisch fit in der Schule?. Was sie geschafft hat, so Janin, können auch andere schaffen.

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Letztes Jahr erhielt Manuela, unserer Geschäftsführerin, die Würde als Ashoka Fellow für die Entwicklung und bisherige Verbreitung des Projektes "Verrückt? Na und!". Das war in Berlin im Allianz-Forum gleich am Brandenburger Tor. Ein höchst feierlicher Akt. Über tausend Leute aus der Welt von Wirtschaft, Banken, Ministerien, Bildung und Soziales kamen da zusammen.###MORE###

Noch einmal kurz zum Verständnis: Ashoka ist eine internationale Organisation, die sogenannte Social Intrepreneurs (Soziale Erneuerer) herausbringt und bei der Verbreitung ihrer Ideen unterstützt. 3000 gibt es schon weltweit, 35 mittlerweile in Deutschland und zwar auf allen Gebieten: Energie, Kreditwesen, Landwirtschaft, Bildung und Soziales. Wer kennt beispielweise nicht den Inder Junus, der die Mikrokredite für die Ärmsten erfunden hat - eine Idee, die die Welt schon etwas verändert hat.

 

Diesmal fand die Ashoka-Würdigung in München im HPV-Forum statt. Der Saal war wie ein Dorf eingerichtet: in der Mitte das Rednerpult und die Preisverleihung. Rundherum etwa 500 Zuschauer. Eine sehr intime Atmosphäre. Die Fellows des Vorjahres halten immer die Laudatio auf die neuen Fellows. Manuela führte Hildegaard Schooß in den Ashoka-Fellowkreis ein, die Mütterzentren und Mehrgenerationshäuser als neue Orte der Betreuung und ökonomische Entfaltung deutschlandweit etabliert. Dabei waren auch Frank Hofmann, der blinde Frauen befähigt, mit einer Tastuntersuchung die Brustkrebsvorsorge zu verbessern. Oder Gülcan Nitsch, die Menschen aus Migrationsmileus für den Umweltschutz mobilisiert.

 

Natürlich gab es auch für uns zahlreiche Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen zu Stiftungen, Firmen und Banken. Denn auch wir sind dabei, unser Schulprojekt "Verrückt? Na und!" bundesweit zu verbreiten. Und dafür brauchen wir nicht nur Geld, sondern auch Unterstützung in elementaren täglichen Arbeit: Wie formuliert man einen Kooperationsvertrag, wie macht man das Angebot rund, was sind die Wirkungsfakoren und wie schreibt man einen Businessplan?

 

Spannend und sehr zutreffend ist auch die Bemerkung von Felix Oldenburg, dem Geschäftsführer von Ashoka Deutschland, der sagt, dass wir einen Perspektivwechsel benötigen: Weg vom Antragsteller hin zum Koproduzenten des sozialen Wandels. Ob das Hoffnung auf Zukunft macht? Auf jeden Fall Humus für unser Projekt "Verrückt? Na und!".

 

Mehr findet Ihr hier: www.ashoka.org !

 

 

 

Der Begriff MindMatters kursiert seit einiger Zeit bei uns. Es ist ein umfassendes Programm bestehend aus 8 Heften, das Schulen dabei helfen will, mit psychischen Gesundheit von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften die Schulqualität zu verbessern. Ein hervorragender Ansatz! Darüber informierten sich die Koordinatoren der der Aufklärungsinitiative „Verrückt? Na und!“ am 25.11. eingeladen von der VITOS-Klinikum Kassel. Dabei waren Vertreter aus Stuttgart, Kassel, Eschwege, Gelsenkirchen, Kreis Herford und Leipzig. ###MORE###

 

Im Raum stand die Frage: Wie haucht man Leben in ein Programm, das seines gleichen in der Welt sucht, aber an den föderalen Strukturen Deutschlands bisher gescheitert ist. Prof. Paulus von der Universität Lüneburg entdeckte das australische Programm und gewann die Barmer Gek und die Unfallkassen NRW dafür, es in Deutschland einzuführen. Doch bis jetzt konnte noch keine Schule nachgewiesen werden, dass mit diesem Programm arbeitet. Liegt es an der Komplexität des Programmes oder an der fehlenden Umsetzungsstrategie? In Australien konnte MindMatters (Was bedeutet eigentlich dieses Wortspiel?) zentralistisch von „oben“ einfach verordnet werden. In Deutschland müsste man den Dinosaurier erst einmal zerlegen, um ihn dann in Teilen in die Schule zu tragen.

 

Die Not ist jedoch in deutschen Schulen groß. Das Infomaterial zu MindMatters fährt scharfe Geschütze auf: Betrachtet man eine „durchschnittliche“ Sekundarschule in Deutschland mit 608 Schüler/innen und 35 Lehrkräfte, dann leiden 133 leiden an Symptomen einer Essstörung, 137 zeigen psychische Auffälligkeiten, 58 davon haben ernsthafte psychische Probleme in Form von Angst, Störungen des Sozialverhaltens, Depression, ADHS und 54 sind Opfer von Bullying. Bei den Lehrern sieht es nicht anders aus: 11 überfordern sich permanent selbst, 10 sind burnout gefährdet und 12 haben psychosomatische Beschwerden. Kann da Schule überhaupt noch funktionieren?

 

Die Aufklärungsinitiative hat sich nun vorgenommen, Schnittpunkte des Schulprojektes „Verrückt? Na und!“ und MindMatters zu finden. Da gibt es eine ganze Menge. MindMatters also als Weiterbildungsangebot für Lehrer/innen, die schon Erfahrungen mit unserem Schulprojekt haben. MindMatters hilft beispielsweise dabei, Schule besser zu verstehen. Das ist wichtig, um Stärken und Schwächen einer Schule besser zu erkennen. Dann gibt es im Programm zahlreiche Checklisten dafür, was Lehrer/innen im Fall eines Suizidversuches oder bei psychischen Auffälligkeiten von Schülern tun sollten.

 

Unser Kinotipp: "Mit großer Nähe und Einfühlungsvermögen, und dennoch schonungslos, erzählt Regisseur Gregor Theus in „Schattenzeit“ von der tabuisierten Volkskrankheit Depression. Über zwei Jahre begleitet der Filmemacher seine drei Protagonisten in der Berliner Charite-Klinik für Psychiatrie. ###MORE###  

Mit langen Einstellungen, nur wenigen Interviewpassagen und einer grandiosen Kamera schafft Theus Einblicke, die man so aus einem Dokumentarfilm noch nicht kennt. Und von Minute zu Minute des Films wird deutlicher: Depressionen können jeden von uns treffen." Mit diesen Worten begründet die Jury die Nominierung des Films „Schattenzeit“ für den First Steps Award 2010. Im Oktober startet die Vorstellung in ausgewählten Kinos. 

 

Termine:

Berlin - Sonntag, 03.10.2010 - FSK KINO, 15.00 Uhr

Dresden - Montag, 04.10.2010 -  Kino im Dach, 20.00 Uhr

Köln - Mittwoch, 06.10.2010 - Filmforum NRW im Museum Ludwig, 19.00 Uhr

Berlin - Donnerstag, 07.10.2010 - Lichtblick Kino, 19:15 Uhr

Düsseldorf - Samstag, 09.10.2010 - Bambi Kino, 15.00 Uhr

Frankfurt/Main - Sonntag, 10.10.2010 - Mal Sehn Kino, 17.45 Uhr

Bochum - Donnerstag, 21.10.2010 - Endstation Kino, 19.00 Uhr

Die menschlichen Tragödien bei der Love-Parade am 24. Juli 2010 in Duisburg haben uns alle schwer erschüttert. Nach solchen Ereignisse ist Unterstützung durch Freunde, Angehörige oder Helfer das „A und O“. Jugendliche und Erwachsene, die die traumatischen Ereignisse am Wochenende erlebt und mit angesehen haben, können Gefühle – manchmal auch längere Zeit danach - wie Angst, Unwohlsein, wiederkehrende Bilder oder auch körperliche Symptome, wie Zittern oder Unruhe erleben. ###MORE###    

 

Wichtig ist es in einem solchen Fall, mit Familie, Vertrauten, Notfallhelfern oder Psychologen zu sprechen, Beistand zu bekommen oder auch in den Arm genommen zu werden. Reaktionen dieser Art erleben viele Betroffene und je schneller sie Hilfe bekommen, desto besser heilen auch seelische Wunden.   Wir fühlen mit Euch.  

Bei unserem bundesweiten Filmfest „AusnahmeΙZustand“ 2008 – 2010 gezeigt und vom Publikum heftig diskutiert, folgt nun am 16. August 2010 um 22:45 Uhr (sehr spät) das Debüt des Spielfilms „Nacht vor Augen“ in der ARD (Deutschland, 2008, 91 min., FSK 12).   ###MORE###

 

Als der fünfundzwanzigjährige David aus dem Bundeswehreinsatz in Afghanistan zurückkehrt, ist er ein Held. David selbst kann nicht in sein Leben zurückkehren, er ist in Afghanistan ein anderer Mensch geworden.  Einer, der nachts vor lauter Angst nicht schlafen kann und tagsüber zusammen zuckt, wenn es irgendwo raschelt. Einer, der seine Arbeit als Rettungssanitäter kaum mehr tun kann, weil er unter Flashbacks leidet. Einer, der gelernt hat, keine Schwäche zu zeigen. 

 

Brigitte Maria Bertele thematisierte bereits 2008  in ihrem Film  damals ganz mutig ein gesellschaftliches Tabu. Was macht der Krieg mit der Seele und der Psyche der Soldaten?  Auch dank unseres Fimfests „AusnahmeIZustand“ heute ein öffentliches Thema.  

Die Opfer von Patientenmord und Zwangssterilisation sind bis heute nicht als Verfolgte des Nationalsozialismus anerkannt. Deshalb hat der Aktionskreis „T4-Opfer nicht vergessen“ die diesjährige Gedenkveranstaltung für die Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns unter das Motto gestellt: Gleichstellung und Entschädigung der Opfer – jetzt! ###MORE###

 

Wann: Samstag, 4. September 2010, 14.00 Uhr, Tiergartenstr. 4, Berlin Mitte, Am Eingang der Philharmonie, Nähe S-Bahnhof Potsdamer Platz  

 

Vor der eigentlichen Gedenkstunde wird am 3./4. September in Berlin während der Tagung "Verstehen und Gedenken Psychiatrie im Nationalsozialismus - Lernen mit der  Geschichte" an die Verbrechen der Nationalsozialisten im Rahmen der sogenannten "Euthanasie" erinnert. So gibt ein Gespräch mit der Zeitzeugin Dorothea Buck und den Film über sie "Himmel und mehr - Dorothea Buck auf der Spur". www.psychiatrie.de

Kaum zu glauben: Jeder vierte Geschäftsreisende in Großbritannien hat auf Reisen immer sein Stofftier dabei. Die Hotelkette Travelodge hat einem Bericht der Zeitung "Telegraph" zufolge 6000 erwachsene Briten befragt. Für viele von ihnen löst das Schlafen mit einem Stofftier - das der Umfrage zufolge im Durchschnitt 27 Jahre alt ist - behagliche und beruhigende Gefühle aus und ist somit ideal geeignet, den Tag zu beenden.###MORE###

 

Ein Sprecher von Travelodge teilte dem Blatt zufolge mit, dass es Mitarbeitern der Hotelgruppe in der Vergangenheit in mindestens 75 000 Fällen gelungen sei, in Hotelzimmern vergessene Teddybären und ihre Besitzer wieder glücklich zu vereinen.

 

Dabei habe sich gezeigt, dass sich auch viele verunsicherte Erwachsene nach dem Verbleib ihrer Stofftiere erkundigt hätten. "Das Hätscheln von Teddybären ist ein wichtiger Teil unserer nationalen Psyche", zitiert der "Telegraph" die Psychologin Corinne Sweet. "Der Bär ruft ein Gefühl von Frieden, Sicherheit und Behaglichkeit hervor und es liegt in der menschlichen Natur, dieses Gefühl aus der Kindheit auch als Erwachsener unbedingt zu erhalten."

 

Und wie ist das hierzulande? Haben Geschäftsmänner in Deutschland auch heimliche Rituale, mit denen sie in der Öffentlichkeit sicherlich besser punkten würden? Aber viele deutsche Männer meiden ja Gefühle zu zeigen und werden sicherlich den Teddy tief in der Aktentasche verbergen.

Achtung! Wir möchten an dieser Stelle auf den Videowettbewerb "361 Grad Respekt" aufmerksam machen, der zum zweiten Mal von Videoplattform Youtube, der Initiative "Laut gegen Nazis" aus Hamburg und der Aktion Mut-gegen-rechte-gewalt.de aus Berlin ausgeschrieben wurde und bis zum 16. Oktober 2010 auf Youtube un einem eigenen Channel läuft:  www.youtube.de/361grad. ###MORE###

 

Smudo und Michi Beck von der HipHop-Gruppe "Die Fantastischen Vier" begründen, warum sie Fürsprecher des Wettbewerbs sind: "Alltagsrassismus ist überall, aber wenn wir in einem freien und liberalen Land leben möchten, müssen wir uns das verdienen, Freiheit wächst nicht auf der Wiese, wir müssen sie gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Ausgrenzung verteidigen!"

 

Wir unterstützen den Videowettbewerb, da sich Respekt und seelische Gesundheit in idealer Weise verbinden.

 

Mitmachen können Jugendliche ab 13 Jahren, es gibt drei Kategorien "Musik", "Short Story" und "Freestyle". Im letzten Jahr wurden 350 Videos eingereicht, die auf Youtube 250.000 mal aufgerufen wurden. Die Gewinner dürfen die "Die Fantastischen Vier" backstage in Berlin besuchen.  

Manuela Richter-Werling und Janine waren wieder unterwegs. Im Rahmen des Workshops für das Team Mettmann besuchte unser Leipziger Team  eine 12. Klasse des Berufskolleg Neandertal. Die Mitglieder des Team Mettmann hospitierten dabei und bekamen somit einen Eindruck von der Praxis des Projektes. Schnell waren wir im Gespräch mit den Schülern. ###MORE### Ein sehr gutes Klassenklima attestierten uns die Schüler als auch ihre Lehrerin, was sich durch ein ungezwungenes und vertrautes Miteinander bestätigte. Der Großteil erklärte souverän was ihnen gut tut bzw wie sie sich selbst seelisch fit halten können. Einige berichteten auch von psychischen Erkrankungen in ihrem Umfeld, stellten Fragen, tauschten sich aus.

 

In der anschließenden Feedbackrunde stellte sich jedoch heraus, dass sie trotzdem viel für sich mitnehmen konnten. Ein Großteil erwähnte, dass sie in ihrem späteren Beruf als Verwaltungsangestellte auf einen freundlichen, respektvollen Umgangston achten werden, um niemanden zu schaden. Außerdem zogen sie die Bilanz, dass man sein Leben in vollen Zügen genießen muss.  

Dies ist wahr und jeder müsste sich dies vor Augen führen.

Wussten Sie schon, dass auf Vanuatu, einem Südseeinselstaat, die glücklichsten Menschen leben? Das sagt der Happyplanetindex, eine Studie der britisch New Economics Foundation.###MORE###

 

In dem von Wirbelstürmen und Erdbeben gebeutelten Entwicklungsland leben 200.000 Menschen. Das Pro-Kopf-Einkommen im Jahr beträgt nicht einmal 3000 US-Dollar und die Lebenserwartung liegt bei 68,8 Jahren. Rund 80% der Inselbewohner außerhalb der Städte leben autark. Sie fischen für den Eigenbedarf und kultivieren ihre Gärten. Die Familien sind groß, man unterstützt sich gegenseitig. In vielen Dörfern gibt es kein elektrisches Licht, keinen Fernseher und kein Internet.

 

Deutschland liegt dagegen in dem Happyplanetindex auf Platz 81 von 178 Staaten. Dies soll kein Plädoyer für historische Naturromantik sein. Es macht aber deutlich, dass unser Glück nicht alleine an der Technik hängt, wie es uns die Lobbyisten der Industrie vermitteln.

 

Kinder brauchen basale und umfassende Sinneserfahrungen, stabile und verlässliche Beziehungserfahrungen und ein Gegenüber, das Grenzen setzt und an dem sie sich orientieren, reiben und entwickeln können. Der Mensch ist von Natur aus auf Kooperation und Resonanz angelegt. „Das Beste für den Menschen ist der Mensch“ (Bauer 2007).

Diese Woche waren wir in einer 9. Klasse der  56. Mittelschule Leipzig. Aufgeregt und gespannt machten wir uns morgens auf den Weg und wurden dort von einer gut gelaunten Lehrerin begrüßt: verständnisvoll, lustig, energisch und ihre Schüler so respektierend wie sie sind. Das muss an dieser Stelle erwähnt werden, da wir zuweilen anderes erleben.###MORE###

 

Wir sind immer wieder erstaunt über die Offenheit der Jugendlichen, auch hier war es so:  Nicht wenige  hatten bereits  eigene Erfahrungen mit schweren psychischen Krisen, ob im Bekannten- oder Verwandtenkreis, oder  selbst. Sie  erzählten besonders  darüber wie sie es geschafft haben, das es heute wieder besser geht. Und sie waren froh, mal mit der Klasse offen über diese „Tabus“ zu sprechen und voneinander zu lernen. Da kam viele zu Sprache: Mobbing in der Klasse, wie gehen wir tatsächlich respektvoll miteinander um. Immerhin ist ein gutes Klassenklima  einer der der wichtigsten Gesundheitsfaktoren für Lehrer und Schüler.

 

Der Höhepunkt des Tages auch hier: Das Gespräch mit Sarina aus unserem Verein. Sie ist die absolute Mutmacherin für die Schüler, weil sie selbst lange psychisch krank war und es geschafft hat, wieder gut zu leben. Fragen über Fragen.  Für viele Schüler ein Anstoß,  um über sich und die Zukunft nachzudenken und Mut zu schöpfen.

„Friedensschlag“ schon gesehen? Das ist der neuste Dokumentarfilm von den „Rhythm is it!“–Filmemachern. Friedenschlag erzählt dramatisch und bewegend von fünf gewaltauffälligen Jugendlichen, die vor der Herausforderung ihres Lebens stehen: Endstation Knast oder sich ein „normales“ Leben aufbauen.###MORE###

 

Ein extremer Kampf für die Jungs: Boxen und Arbeiten. Arbeiten und Boxen. Die meisten schaffen es, dank der unglaublichen Geduld, Hoffnung und Zuversicht von Rupert Voss und seiner Organisation Work&Box Company. Boxen zu lernen ist erfolgreicher, als jahrelang im Knast zu sitzen. Unbedingt ansehen!

www.friedensschlag.de

www.rupert-voss.de

„Mein schwarzer Hund: Wie ich meine Depression an die Leine legte.“.  Gestern bekam ich es von meiner erwachsenen Tochter (schön, wenn die Kinder groß sind und die Eltern schlau machen) in die Hand und bin begeistert. Das Bilderbuch erzählt mehr über Depressionen als so mancher Ratgeber, weil es bei allem Leid auch humorvoll ist. ###MORE###

 

Als nicht depressiver Mensch kann man sich kaum vorstellen, was da passiert. Der schwarze Hund zeigt es uns mit aller Wucht. Das Wort "Depression" kommt dabei gar nicht vor im Text, muss auch nicht, denn die Bilder versteht jeder.

 

Matthew Johnstone, der Autor, weiß, wovon er spricht: Er hat den schwarzen Hund Depression selbst erlebt und am Ende gezähmt. Und er hat gleich ein zweites Bilderbuch gemacht, zusammen mit seiner Frau Ainsley. Darin geht’s um Angehörige, die mit Menschen zusammen leben, die an Depression leiden. Was tun? Wie sich verhalten? Darf man offen darüber sprechen? Die nächste Hürde neben der eigentlichen Krankheit.  Mein Tipp: Lest und verschenkt die Bücher. Schließlich kann jeder an Depression erkranken. Gut, wenn wir da ein bisschen Bescheid wissen wie das ist mit dem schwarzen Hund.  

 

www.amazon.de/Mit-dem-schwarzen-Hund-leben/dp/3888975948

Film "Warchild"

Gestern hat das vorletzte Filmfest "Ausnahmezustand - Verrückt nach Leben"  in Bremen mit dem Film "Übergeschnappt" im Kulturensemble im Park begonnen. Der Sall war ausverkauft mit 90 Plätzen, nach dem Film berührte Gemüter und eine äußerst angeregte Diskussion. Kein Wunder: Die Filmkomödie "Übergeschnappt" wurde in allen Städten hervorragend angenommen. ###MORE###

 

Für diejenigen, die unser Filmfest noch nicht kennen: "Ausnahmezustand" ist das niedrigschwellige Projekt von Irrsinnig Menschlich, mit dem wir die Hoffnungen, Sehnsüchte und Krisen von jungen Menschen in Deutschland in die Öffentlichkeit bringen (www.ausnahmezustand-filmfest.de). Das Filmfest startete in der zweiten Auflage im Oktober 2008 und hat bis jetzt insgesamt 78 Städte in Deutschland erreicht. Über 500 Veranstaltungen fanden statt mit mehr als 30.000 Zuschauern.

 

Heute werden 20:30 Uhr in Bremen die Gewinner des Kurzfilmwettbewerbs verkündet, danach gibt es den Film "Warchild". In den nächsten Tagen werden noch die anderen Filme gezeigt: Lebenszeichen, Nacht vor Augen, Emoticons, etc..

 

Ulm wird im Juli voraussichtlich den Abschluss des Filmfestes bilden. Dann wird das Filmfest pausieren, um im nächsten Jahr zum dritten Mal aufzubrechen.

Auch wir saßen am Samstagabend vor dem Fernseher und drückten für  Lena Meyer-Landrut beim diesjährigen Eurovision Song Contest in Oslo die Daumen. Sie hat mit Bravour den 1. Platz geschafft. Heute sind nun die Zeitungen voll von begeisterten Kommentaren. Seit 28 Jahren wieder ist Deutschland Nummer 1 beim Grand Prix.###MORE###

 

Was aber die Gemüter besonders in Bewegung bringt, das ist die Tatsache, dass die Siegerin eine 19-jährige Gesamtschülerin aus Hannover  ist, die nur ihrem Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein zu verdanken hat, dass ihr der Sprung ins „kalte“ Wasser gelang. Mit ihren Gesangstalenten war sie bisher noch nicht aufgefallen.

 

Warum ist das für Deutschland solch ein Wunder und was hat das mit „Verrückt? Na und!“ zu tun?

 

Weil Lena einfach so ist wie viele Jugendliche in diesem Alter sind, ein bisschen schräg, ein wenig „verpeilt“ und durchgeknallt, wie Lena es nennt und doch ganz normal. Ein ganz anderer Typ von Star fern ab von den durchformatierten Talenten aus der Casting-Retorte. Lena ist aber auch ein Beispiel für seelische Widerstandskraft und für eine optimistische Lebenssicht. Mit scheinbarer Leichtigkeit schafft sie zeitgleich die Abiturprüfungen und bereitet sich auf den Song Contest vor. „Ich mach mir nicht so viel Stress. Meine Einstellung: Gucken, was kommt!“

 

Nach dieser Leichtigkeit und Normalitat sehnen sich viele Menschen in Deutschland - gerade weil kaum es kaum eine Aussicht gibt in der Politik, Wirtschaft und in den Finanzwelt.

Letzte Woche kamen in Leipzig die Vertreter aus 5 Städten zusammen: Gelsenkirchen, Stuttgart, Kassel, Lüneburg und Leipzig. Ort: Neues Rathaus. Einlader: Irrsinnig Menschlich. Was ist daran besonders? ###MORE### Es gab doch schon größere Netzwerktreffen von Irrsinnig Menschlich, wie im Oktober letzten Jahres mit Vertretern aus mehr als 25 Städten in Leipzig. Dieses Treffen damals galt ausschließlich den Gruppen des Schulprojektes "Verrückt? Na und!", die Manuela Richter-Werling in den letzten Jahren trainierte und fit machte für Ihren Einsatz in der Schule.

 

Nun ging es letzte Woche in Leipzig um die Aufklärungsinitiative "Verrückt? Na und!"- ein Projekt in Zusammenarbeit mit der BARMER-GEK und dem nationalen Kooperationsforum Gesundheitsziele.

 

Diese Initiative geht weit über das Schulprojekt hinaus und umfasst ein gesamtes Paket aus Materialien, Medien und Programmen.  Damit wollen wir in den Städten zum Tun anregen, neue Projekte in Angriff zu nehmen. Wir wollen den Akteuren helfen herauszufinden, wie sie noch besser die seelische Gesundheit von Heranwachsenden stärken und fördern, wie sie mit Lust und Fantasie Lösungen für ihre individuellen Probleme erhalten und mit welchen Schritten sie ihre Arbeit vor Ort beginnen oder fortführen können.

 

Das Neue daran ist, dass im Paket nicht unsere Programme enthalten sind, wie das Schulprojekt, das Filmfest und Schulcoaches, sondern auch MindMatters der BARMER-GEK. So soll sich „Verrückt? Na und!“ zu einem Knotenpunkt von Aktivitäten in Deutschland zur seelischen Stärkung von Kindern und Jugendlichen entwickeln.

 

Was in unseren 5 Projektstädten künftig passiert, darüber werden wir hier berichten.  Wir sind gespannt!

Wir begrüßen die Marburger Gruppe ganz herzlich im „Verrückt? Na und!“ – Netzwerk. Damit ist Hessen unser bestes Bundesland mit Projektgruppen in zehn Städten bzw. Regionen.

 

Der Initiatoren kommen vom Kinderschutzbund Marburg e.V.. Anfang der Woche trainierte ich 17 künftige Moderatoren und Experten in eigener Sache für ihren Einsatz in der Schule.###MORE###

 

Nach zwei Tagen Ausbildung in dieser Woche sind die Marburger überzeugt: Noch in diesem Schuljahr starten sie mit den ersten Projekten, nicht erst wie geplant ab September. Gleichzeitig fragten sich viele Teilnehmer, wieso sie nicht schon eher auf unser Schulprojekt gekommen sind. 

 

Viel Glück für Euch in Marburg! 

 

Wer die Gruppe unterstützen will, der wendet sich an:  Gudrun Siebke-Richter, info@kinderschutzbund-marburg.de  

Fußballfieber oder Was hat die Fußball-WM mit seelischer Gesundheit zu tun? Das habe ich gestern Schüler einer 11. Klasse im BSZ Delitzsch gefragt.  Keine Ahnung – meinten die meisten. Doch drei wussten sofort Bescheid: ###MORE###

 

Da sind ganze Nationen himmelhochjauchzend oder zu Tode betrübt. Siegt ihre Mannschaft, dann liegen sich wildfremde Menschen in den Armen, schwenken Fahnen, der kollektive Jubelwahn bricht los. Verliert ihre Mannschaft sind alle sprachlos, traurig, nicht ansprechbar. .. Wie manisch-depressiv eben. Und der Ballack, dem ist die Sache mit seinem Fuß bestimmt auch auf die Seele geschlagen. So die Schüler.

 

Und weil der Fußball so rund ist wie unser Kopf will ich euch noch einladen zur WM-Tippgemeinschaft auf www.justunited.com. UNITED ist ein Ableger von www.streetfootballworld.org, einer Non-Profit-Organisation, die auf Fußball als Entwicklungsmotor für Jugendliche setzt. Fußball ist mehr als ein Spiel, so das Motto. Also, wenn ihr Lust auf WM und Tippen habt, legt los. Die Seite ist derzeit leider nur in Englisch, aber Fußball ist ja eine globale Sprache … Viel Spaß!  

Vergesst vor lauter Fußball nicht den Widerstand gegen die Nonsens-Politik. Seelische Gesundheit bedeutet, den Blick für das Leben zu schärfen und Mut zu haben,  NEIN zu sagen. Milliarden Euro kürzen, zehntausende Stellen streichen – die sächsische Staatsregierung plant bei Kitas, Schulen, Hochschulen, im Jugend-und Sozialbreich, Kultur und bei der Polizei massive Einschnitte.###MORE###

 

Doch SOZIALES ist MEHR WERT. Wer heute kürzt, zahlt morgen drauf. Gekürzt wird auch in Berlin und in anderen Bundesländern.     Kommt zur Demo in Dresden! Treffpunkt: 16. Juni 2010, Dresden, Carolaplatz 3 www.mehr-wert-sachsen.de    

Nach zweijähriger Entwicklungszeit ist es nun soweit: Wir gehen mit unserem „Schulcoach“-Projekt an den Start, gefördert durch den Europäischen Sozialfond, Freistaat Sachsen und Aktion Mensch. Fünf Schulen in Löbau, Niesky und Leipzig und drei Träger der freien Jugendhilfe in Sachsen sind dabei. ###MORE###

 

Worum geht es? Mit dem Projekt „Schulcoaches: Seelische Fitness stärken und Selbsthilfe aktivieren“ wollen wir ein Modell entwickeln und erproben, wie emotionale Erziehung systematisch und nachhaltig verankert werden kann. Schulcoaches begleiten Schulen auf dem Weg, mit seelischer Fitness die Qualität von Schule zu verbessern. Sie suchen sie mit Herz, Verstand und Überzeugung gemeinsam, unbefangen und fürsorglich nach neuen Möglichkeiten der Unterstützung von Heranwachsenden, LehrerInnen, SchulleiterInnen und Eltern. Schulcoaches unterstützen Schulen beim Suchen nach Vorbildern, nach guten Ideen, nach Helfern und entwickeln Schulsozialarbeit im psychosozialen Kontext weiter.   Extra für das Projekt werden vier Schulsozialarbeiter eingestellt, die von uns ausgebildet werden. Die Universität Leipzig übernimmt die Evaluation.

 

Damit erweitern wir "Verrückt? Na und!" um einen neuen Baustein.   Ebenso werden die Ergebnisse über unser Netzwerk "Verrückt? Na und!"  verbreitet. Mit dem Schulcoaches-Projekt will Irrsinnig Menschlich e.V. künftig SchulsozialarbeiterInnen und jungen Menschen mit psychischen Gesundheitsproblemen (EX IN für junge Menschen) eine Zusatzqualifikation anbieten.

Was unterscheidet den Menschen von Spinnen? In einem Punkt gibt es eine verblüffende Ähnlichkeit: Wer Ectasy oder Cannabis nimmt, muss langfristig mit Gedächtnisproblemen rechnen, heißt es in einer neuen britischen Studie. Damit wächst deutlich die Unfähigkeit, das eigene Leben zu meistern. ###MORE###

 

Das gilt für Menschen und für Spinnen, wie Forscher der Nasa schon früher herausgefunden haben. Sie setzten die Tiere unter verschiedene Drogen, um zu sehen, wie diese die Fähigkeiten beeinflussen, Spinnennetze zu weben. Ergebnis waren Kreationen, die mit ordnungsgemäßen Fliegenfanganlagen nicht mehr viel gemein haben. Fühlt sich hier jemand angesprochen?

 

Aufgeputscht mit Ecstacy oder Speed, weben die Spinnen wild drauf los, lassen im Übereifer jedoch klaffende Löcher im Geflecht. Auf einem LSD-Trip spinnen sie zwar gleichmäßig, aber unvollständig. Benebelt von Marihuana scheinen die Spinnen nach einer Weile die Lust an der Arbeit zu verlieren. Unter Chloralhydrat, enthalten in Schlaftabletten, fangen sie erst garnicht richtig an.

 

Koffein jedoch, die wohl üblichste Droge von allen, hat die bizarsten Wirkungen. Die Spinnen knüpfen die Fäden völlig planlos aneinander.  Und das kann Spinnen wie auch den Menschen passieren. Wie schön ist so ein wohlgewebtes Netz einer gesunden Spinne. Die Sehnsucht nach der echten Natur. Drogenprävention also auch für Spinnen?

Zittergras und der Pfad „Lebwohl“ oder die langen Schatten der Vergangenheit: Im Leipziger Friedenspark wurde jetzt endlich der Grundstein gelegt für einen Gedenkort, der künftig an jene Kinder erinnern wird, die unter dem Vorwand des „Gnadentodes“ und dem Deckmantel der menschenverachtenden Nazi-Doktrin vom „unwerten Leben“ umgebracht wurden.###MORE###

 

Im Sommer 1939 wurde unter der Führung des damaligen Direktors der Leipziger Uni-Kinderklinik, Werner Catel, das erste Tötungsverbrechen an einem behinderten Kind in Deutschland begangen. Später war Catel auch einer der drei Gutachter, die anhand der „Aktenlage“ über Leben und Tod der von den Gesundheitsämtern des Reiches gemeldeten behinderten Kinder entschieden. Eltern dachten, dass ihren Kindern in den Kliniken geholfen würde mit neuen Therapien. Doch nicht Heilung war das Ziel, sondern behinderte Kinder zu ermorden. Insgesamt wurden in Leipzig im Zuge des perfiden Kinder-Euthanasieprogramms der Nazis über 600 Kinder umgebracht.

 

Nach dem Krieg ging Catel in den Westen, wurde 1949 in Hamburg von einem Entnazifizierungstribunal freigesprochen, übernahm 1954 die Professur für Kinderheilkunde an der Uni Kiel. Erst öffentliche Proteste sorgten 1960 für seine vorzeitige Emeritierung. Im Oktober 2010 wird der 60 Meter lange, rot markierte Pfad „Lebwohl“ umgeben von Zittergras und alten Linden im Leipziger Friedenspark begehbar sein. Auf, dass wir das Schicksal der vielen Kinder und ihrer Eltern nicht vergessen.

„Jene, die behaupten ganz "normal" zu sein, die finde ich verrückt. Das Leben ist zu seltsam, zu unvorhersehbar, zu überraschend, im Guten, wie im Schlechten, um ohne Kratzer aus herauszukommen.“ Mit diesen Worten eröffnete Pascal Finkenauer, Sänger der Band „Fettes Brot“, das Filmfest in „Ausnahme|Zustand“ September 2009 in Lüneburg. ###MORE###

14 Einrichtungen, Vereine, Geschäfte und Organisationen schlossen sich in Lüneburg zusammen, um mit dem Festival „Ausnahme|Zustand“ die Hoffnungen, Sehnsüchte, Ängste und Krisen von jungen Menschen in die Öffentlichkeit zu tragen. In Kaiserslautern marschierte eine Marching-Band mit 1000 Luftballons in der Filmfestfarbe durch die  Fußgängerzone und machten so das Thema seelische Gesundheit zum Stadtgespräch.

 

Ulm ist nun die letzte Festivalstadt: vom 22. Juli bis zum 28. Juli 2010. Dann wird „Ausnahme|Zustand“, Start Oktober 2008, in 78 Städten Deutschlands stattgefunden haben. In 635 Filmveranstaltungen und 150 separate n Begleitveranstaltungen werden insgesamt ca. 35.000 Menschen, davon etwa die Hälfte Schüler erreicht sein. Wir kooperierten mit fast 300 engagierte Initiativen, Organisationen und Einrichtungen vor Ort. Eine Erfolgstory! Das Filmfest stieß fast ausnahmslos auf positive Resonanz. 

 

Dank an alle Akteure, Fürsprecher und Unterstützer. Mittlerweile arbeiten wir an einer neuen Ausgabe des Filmfestes für 2011. Mit dem Filmfest 2011 wollen wir neben den Jugendlichen auch die Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren erreichen. Ebenso wollen wir mit Filmveranstaltungen mehr präsent in Schulen sein - im Sinne von Schule im Kino und Kino in der Schule. Das ermöglicht Heranwachsenden aus sozial benachteiligten Familien sowie Betroffenen in schwierigen finanziellen Situationen die Teilnahme am Filmfest.   

 

Bis zum Start ist noch ein langer Weg. Unsere Städtepartner sollten sich jedoch den Herbst 2011 als möglichen Start der dritten Auflage schon einmal vormerken.

„Blue October“ gehört in Deutschland noch zu den Geheimtipps, in den USA haben sie mit ihrer Musik schon "Platin" errungen. Das ist nicht der einzige Grund, warum wir auf die Band aufmerksam geworden sind.

 

"Blue October" steht in den USA  für Suizid-Prävention. Zusammen mit Organisationen wie „To Write Love on Her Arms“ und „Pick Up the Phone" trommeln sie in der Öffentlichkeit für das auch in Amerika tabuisierte Thema seelische Gesundheit. Damit erreichen sie eine große Öffentlichkeit. ###MORE###

 

Jeder der "Blue October"-Musiker hatte schon mit Problemen zu kämpfen: gescheiterte Beziehungen, Alkohol, Drogen... Leadsänger Justin Furstenfeld war schon zweimal in der psychiatrischen Klinik. Davon handeln auch ihre Songs, die Justin auch bipolar nennt.

 

Im März diesen Jahres begleiteten die "Freunde fürs Leben" "Blue October" bei ihrer Tour durch Deutschland. "Freunde fürs Leben" sind auch eine  Organisation, die über das Internet und ihrem Onlinekanal FRND.TV über Suizid und Depression aufklären. So haben wir auch Justin Fürstenfeld kennengelernt, der uns ein Statement http://www.verrueckt-na-und.de/fuersprecher.html und FRND.TV www.verrueckt-na-und.de/frnd-tv.html ein Interview gegeben hat.

 

Vielleicht gelingt es uns auch in Deutschland mit Künstlern und Musikern stärker die Öffentlichkeit in Deutschland zu erobern. Ein Traum, der rasch wahr werden könnte.

Viele Jahre haben wir uns mit unserem Projekt "Verrückt? Na und!" um Preise beworben. Manchmal mit Bewerbungsunterlagen, die uns den letzten Nerv geraubt haben. Mit dem Ergebnis: vergeblich! Nicht einmal eines Absageschreibens waren wir würdig.  ###MORE###

 

Nun scheint sich das Blatt gewandelt zu haben. Für den Aspirin-Sozialpreis hatten wir uns letztes Jahr erst gar nicht beworben. Kriegen ja sowieso nichts, dachten wir. Bis wir vor Weihnachten von der Jury die Aufforderung erhalten haben, unser Projekt "Verrückt? Na und!" einzureichen. Nun sind wir in der letzten Auswahlrunde.

 

Letzte Woche öffne ich den Briefkasten und öffne ein Schreiben: Wir wurden für den Deutschen Fairness-Preis 2010 ausgewählt. Und das ohne unser Dazutun, ohne Ausfüllen von endlosen Bewerbungsunterlagen und ohne Porto.

Hat das etwas zu bedeuten? Wir freuen uns natürlich riesig!

 

Am gestrigen Tag waren wir mit unserem Schulprojekt im Leipziger Süden zu einem FSJler Workshop zum Thema "Lebenswert(e)" eingeladen. Spielerisch setzten wir uns zunächst mit den Dingen auseinander, die den Jugendlichen wichtig sind und die sie in ihrer aktuellen Tätigkeit in Krankenhäusern, Pflegeheimen etc erleben. ###MORE### Danach wurde der Wunsch geäußert sich über psychische Erkrankungen auszutauschen.

 

Diskutiert wurde über die Frage, wieso niemand in der Öffentlichkeit über diese Themen spricht und warum Nichtbetroffene so reagieren. Das Expertengespräch war unheimlig intensiv und konkret, doch die Jugendlichen wie auch ihre Betreuer zeigten sich sehr dankbar für die Möglichkeit dieser Begegnung, die das Projekt mit sich bringt. Alle Rückmeldungen zeigten uns, dass unsere Arbeit wirklich etwas in den Köpfen der Menschen bewirkt und mehr Verständnis füreinander fördert. Kaputt aber glücklich verließen wir die 16 bis 20 Jährigen, nicht ohne das Versprechen bald wieder zu kommen.

Am Morgen setzten wir uns in Leipzig ins Auto und fuhren in den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, genauer gesagt in die Mittelschule "Carl Friedrich Gauß" in Pirna Sonnenstein. Dort angekommen, zeichnete sich schon zeitig ab, dass großer Bedarf am Reden da war. Viele  Schüler/innen stellten Fragen, berichteten von Freunden und Bekannten, die erkrankt sind. ###MORE### Als enorm wichtig nannten sie die Schule, die Ihnen den Weg in die Zukunft mehr erleichtern könnte. Die Jugendlichen nennen eine gesicherte Perspektive neben einem vertrauenswürdigen und liebevollen Umfeld mit Freunden und Familie als das Wichtigste im Leben. Auch die Lehrerinnen zeigten großes Interesse am Thema und informierten sich genau, wie man in seelischen Krisenzeiten Schülern und Kollegen helfen kann.

 

Künftig wollen die Schüler/innen "die Finger von Drogen und ähnlichem lassen"  und selbstbewusster ihren Weg gehen. Auch aus dem Dank der Schüler/innen spürten wir, dass unser Workshop wohl zur rechten Zeit kam! Auch die Lehrerinnen wollen unser Projekt in der Schule weiterempfehlen!

Fast ein ganzes Jahr haben wir am Konzept unserer neuen Internetplattform "Verrückt? Na und!" gearbeitet. Mehrere Wochen zerbrachen wir uns den Kopf, wie unser neues Coporate Design aussehen könnte. Ein spannender Prozess, an dem Künstler, Mediendesigner, Texter, Marketingexperten und wir, die Projektmacher selbst mitgewirkt haben. ###MORE### Soll doch die Website nicht nur für unsere bundesweite Arbeit der Aufklärungsinitiative "Verrückt? Na und!" in den nächsten Jahren standhalten! Wir wollen "Verrückt? Na und!" auch international verbreiten. 

Auf der neuen Internetplattform wollen wir unsere Projekte, Materialien und Angebote präsentieren und die Vernetzung von Projekten und Projektträgern vorangetrieben werden. Ein erster Schritt wird die Vernetzung mit dem MindMatters-Programm der BARMER-GEK sein.

Nun sind wir gespannt auf Ihre/Deine Meinung!

 

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