Wie kommt es, dass Kinder, die unter außerordentlich schlechten Umständen aufwachsen, sich entgegen aller Erwartungen – erstaunlich positiv entwickeln? Wieso gelingt es Kindern, aus Krisen sogar gestärkt hervorzugehen? Welche Eigenschaften bringen diese Kinder mit? Welche Weichen für seelische Widerstandskraft (Resilienz) werden bereits in der Kindheit gestellt?
Es umfasst die Fähigkeit eines Kindes, mit Druck und Belastungen fertig zu werden, die täglichen Herausforderungen zu bewältigen, sich angesichts von Enttäuschungen oder schlechten Erfahrungen rasch wieder zu fangen, klare und realistische Zielvorstellungen zu entwickeln, Probleme zu lösen, gut mit anderen Menschen zurechtzukommen, sich selbst und anderen mit Respekt zu begegnen.
Das Konzept der Resilienz lenkt den Blick auf das Bewältigen von schwierigen Situationen und auf die Fähigkeiten, Ressourcen und Stärken jedes einzelnen Kindes. Dabei geht es nicht darum, Probleme zu ignorieren oder zu unterschätzen, vielmehr darum, wie Kompetenzen aufgebaut und gestärkt werden können, um Schwieriges zu meistern.
Resiliente Kinder und Jugendliche sind optimistisch und haben ein hoch entwickeltes Selbstwertgefühl im Gegensatz zum herrschenden Zeitgeist. Wir denken oft, wenn Kinder nicht mit Problemen in Kontakt kommen, ist es gut. Das ist falsch. Fehler bringen junge Menschen weiter und machen sie stark.
Jede Interaktion mit unseren Kindern ist für uns als Eltern, Lehrkräfte, Erzieher, Trainer eine Chance, ihnen zu innerer Stärke und Widerstandskraft zu verhelfen.